Relaunch | | von Annette Mattgey

New York Times setzt auf Native Advertising

Am kommenden Mittwoch erscheint die Online-Ausgabe der New York Times in neuem Gewand. Darin werden den Werbungtreibenden mehr Möglichkeiten eingeräumt. Native Advertising, bezahlte Inhalte, die redaktionellen ähneln, sind ab sofort Teil der Website. In erster Linie geht es bei der Neuausrichtung aber um die verbesserte Lesbarkeit auf Mobilgeräten und bessere Nutzerführung. Eine kleine Schar ausgewählter Leser kann das neue Design bereits sehen, allgemein sichtbar wird die Website NYTimes.com am 8. Januar.

"Diese Verbesserungen unterstützen unsere Nachrichtenmannschaft, Inhalte über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten", erklärt Chefredakteurin Jill Abramson. Videos und Fotos werde man prominenter platzieren und so die Nutzer stärker ansprechen und ihnen die Möglichkeit zum Kommentieren und Sharen zu geben. Eine erleichterte User Experience betont vor allem Denise Warren, im Vorstand der NYT für digitale Produkte zuständig. "Wir planen weitere Verbesserungen, etwa eine personalisierte Menü-Führung, damit sich die Leser die NYTimes.com auf ihre Bedürfnisse zuschneiden können."

Als Vorteile des Redesigns nennen die Macher eine aufgeräumte Optik, schnellere Ladezeiten, responsives Design, eine veränderte Navigation und durchgehende Social Media-Verknüpfungen.

Native Advertising, obwohl stark umstritten unter Journalisten und Medienmachern sowie bei den Aufsichtsbehörden (wie im Guardian und bei The Drum nachzulesen ist) , soll weitere Einnahmequellen erschließen. Verleger Arthur Sulzberger Jr beteuert jedoch hoch und heilig, dass native Werbung deutlich als solche gekennzeichnet sei und keine Verwechslungsgefahr mit redaktiollen Inhalten bestehe. Aktuell dürften sulzberger jedoch andere Probleme plagen. Ein chinesischer Müll-Magnat will sich in die US-Medienlandschaft einkaufen. Erstes Ziel: Die New York Times. 

New York Times setzt auf Native Advertising

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