New York Times | | von Irmela Schwab

Native Ads: Was zählt ist der richtige Moment

Studien haben es immer wieder gesagt, gebetsmühlenartig. Morgens will man sich über die großen Geschehnisse in der Welt informieren, abends will man entspannen. Nach dem Aufstehen liest man also Zeitung, abends sitzt man lieber vor der Glotze. Gerne mit dem Bier in der Hand.

Die "New York Times" macht sich den Aktivitätspegel seiner User neuerdings zunutze: Mit Mobile Moments hat die Zeitung ein natives Ad-Format für seine App und mobile Website gelauncht, dass auf sieben Momente am Tag zugeschnitten ist, die für die Nutzer am meisten bedeuten. Die Höhepunkte sind: der Morgen, Mittag und Abend.

Die Ad am frühen Morgen basiert zum Beispiel vor allem auf Textelementen. Damit schmiegt sie sich ins Umfeld des Morning-Briefing der amerikanischen Tageszeitung ein, das einen Ausblick auf die großen Ereignisse des Tages gibt. Die Ads am Abend stellen dagegen Bilder und Videos in den Fokus, gleich dem Abend-Briefing der NYT.

Damit will die Times die üblichen Ads, die den User beim Lesen stören, auf die hinteren Plätze verbannen. Im Gegensatz zu den Banner-Ads nimmt ein NYT-Ad die gesamte Breite und in etwa drei Viertel der Länge des Smartphones ein. Um den neuen Ad-Formaten einen großen Auftritt zu garantieren, hat die Times auch die Anzahl der Anzeigen reduziert. Was zählt ist der richtige Moment, so glaubt man bei der NYT. Womöglich sogar noch wichtiger als den User mit automatisiert getargeten Ads zu verfolgen - wer weiß?

Dass Momente den Tag bestimmen, hat man jedenfalls auch bei Twitter erkannt: Mit seiner Funktion Moments zeigt der Kurznachrichtendienst den Nutzern Inhalte zu einzelnen Themen gebündelt an. 

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