Planungsdaten | | von Thomas Nötting

Nach langem Ringen: Die Intermedia-Datei ist da!

Diese Woche veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) die viel erwartete neue Intermedia-Datei. Das Planungstool "MA Intermedia Plus" ist das erste seiner Art, das sämtliche Reichweitenwährungen von Print über TV bis zu Radio, Plakat und Online miteinander vereint. Die entscheidende Neuheit ist dabei die Integration von Online-Reichweiten. Sie erst macht die Datei erst wirklich zur Intermedia-Datei.

"Mit dieser Datei ist endlich ein wichtiger Meilenstein erreicht, der die weitere Entwicklung zu einer Cross-Channel-Datei mit alleinigem Währungscharakter besiegelt", sagt Agma-Vorstandsvorsitzender Hans Georg Stolz. "Wir bieten eine objektive, neutrale Grundlage für die strategische Planung", sagt Agma-Geschäftsführer Olaf Lassalle. "Vor allem die Werbekunden werden das erkennen und zu schätzen wissen". Der 88 Gigabyte große Datensatz kann seit Mittwoch auf der Agma-Website heruntergeladen werden.

 

Mit der Veröffentlichung geht ein jahrzehntelanges Ringen vorerst zu Ende. Es hat insgesamt fast 24 Jahre lang gedauert. Allein 17 Jahre blockierte der Streit zwischen TV- und Verlagsvertretern den Fortgang des Projekts. Für die Medien war das Thema deshalb brisant, weil die Datei letztlich auf Umrechnungskursen zwischen den einzelnen Mediawährungen basiert. Vor allem die Werbekunden haben die Intermedialisierung der Intermediadatei in der Agma lange gefordert. Zum Start spricht Telekom-Mediachef Andreas Nassauer, der für die Werbungtreibenden im Agma-Vorstand sitzt, von "einem wichtiger Meilenstein."

Diejenigen, die das neue Tool in der Praxis nutzen sollen, geben sich indes zurückhaltend bis skeptisch: die Mediaagenturen. "Die neue Intermediadatei ist sicher eine wertvolle Zusatzinformation", sagt Oliver Blecken, Geschäftsführer von Deutschlands größter Mediaagentur Mediacom in der aktuellen Printausgabe von W&V. "Der Planungsalltag wird sich dadurch aber nicht grundlegend ändern, weder bei uns noch an sich".

Abgeschlossen ist das Thema Intermedia mit der neuen Datei noch nicht. Im kommenden Jahr wollen die TV-Sender Online-Bewegtbild in ihre Reichweitenwährung integrieren. Die Online-Anbeiter planen die Zusammenführung von Mobile- und Internet-Währung. Zwei Fortschritte, die sich auch in der künftigen Intermedia-Datei niederschlagen werden. "Es gibt keinen Anlass, sich zurückzulehnen", sagt Agma-Vorstand Stolz in der aktuellen W&V. "Noch sind wichtige politische und datenbezogene Felder under construction".

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe von W&V. Abo?

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