Christopher Kollat, Managing Director von Monotype.
Christopher Kollat, Managing Director von Monotype. © Foto:Monotype

Gastbeitrag | | von einem Gastautor

Nach dem Ende von Flash: 5 Tipps für Ihre Online-Werbung

Was tun? Die Welt der digitalen Anzeigen ist in der Klemme. Viele Werbetreibende bauen immer noch auf den veralteten Grafik-Standard Flash, der vor 20 Jahren Multimedia ins Netz brachte. Dabei blockieren die großen Browser Chrome, Firefox und Safari schon seit einem Jahr Flash-Inhalte: erst ein Go per Mausklick überwindet diese Barriere. Auf Apples-Mobilgeräten liefen Flash-Inhalte und -Werbung noch nie. Nun schlägt Google die beiden letzten Sargnägel für Flash ins Holz. Ab dem 30. Juni 2016 akzeptiert der Technologiekonzern keine Flash-Display-Ads mehr. Das endgültige Aus folgt ein halbes Jahr später: Ab 1. Januar 2017 ist das Google-Werbenetzwerk 100 Prozent Flash-frei. Wer das bislang ignoriert hat, muss spätestens jetzt schnell handeln. Damit die Umstellung gelingt, hat Christopher Kollat, Managing Director von Monotype,5 Tipps parat:

 1. Strategiewechsel einleiten: Fragmentierung der Medien

Die Konsumenten begegnen heute den Marken nicht mehr auf analogem Weg (TV, Radio, Print), sondern zunehmend digital: Web, Apps, soziale Medien, Mail-Newsletter. Gleichzeitig überholt die mobile Kommunikation den Dialog am Schreibtisch. Anlass genug, über eine neue Kommunikationsstrategie nachzudenken, sowie neues Design und neue grafische Techniken einzuführen.

2. Schleunigst auf HTML5 umstellen

Viele Werbungtreibende bauen immer noch auf den veralteten Grafik-Standard Flash von Adobe. Ab 30. Juni 2016 nimmt Google keine Flash-Display-Ads mehr an und auf Apples-Mobilgeräten lief Flash noch nie. Was tun? Ganz einfach: Auf den offenen Standard HTML5 umsteigen. Er kann alles, was Flash auch kann, nur schneller, energiefreundlicher und universell verständlich. Auch wenn die Umstellung auf HTML5 eine Umstellung der Produktion mit sich bringt, die Veränderung des Anzeigenformats wird die Branche nachhaltig verändern.

3. Erkennen Sie die Vorteile, die HTML5 bietet

Neben der höheren Sicherheit sprechen schnelle Ladezeiten und die batterieschonende Performance für HTML5. So werden Formen, Farben oder Verläufe nicht als Bild eingebaut, sondern durch wenige Zeilen CSS-Code definiert. Auf dieser Basis lassen sich in der HTML5-Welt schnell und flexibel Formatvarianten produzieren.

4. Ersetzen Sie nervige Banner durch relevanten Content

Die multimediale Flash-Umgebung verführte zu grafischen Exzessen: Animationen statt Argumente. Die Antwort kam prompt: Adblocker. Jetzt ist es Zeit, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Mit HTML5 bedient sich die Anzeigengestaltung des gleichen Werkzeugs wie die Webdesigner. HTML5 unterscheidet strikt zwischen Form und Inhalt. Inhalt in der Werbung heißt Text, Strategie, Argumente. Keine schlechte Ausgangsbasis für den Dialog mit den Kunden.

 5. Suchen Sie wieder das Gespräch mit dem Kunden

Der Umgang mit Text und Schrift unter HTML5 ist geschmeidig. Integrierte, hoch komprimierte Webfonts, fachgerecht entschlackt (subsetting), sind 5 bis 15 K groß und damit kleiner als ein zur Grafik erstarrter Textblock in Flash. Sie erlauben skalierbare Texte, deren Inhalte dynamisch und durchsuchbar bleiben. Anzeigen auf dieser Basis erlauben die Interaktion mit den Verbrauchern. Gute Voraussetzungen für einen Neustart der digitalen Werbung.

Seit 1. Juli 2015 leitet Christopher Kollat als Managing Director die Geschicke des Technologie- und Schriften-Anbieters Monotype (Bad Homburg/Berlin) in der DACH-Region. In dieser Position verantwortet er den Ausbau der Vertriebsorganisation sowie die Stärkung der Unternehmenspräsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuvor war er15 Jahre lang bei dem Daten-Spezialisten Teradata tätig, zuletzt als Bereichsleiter der Teradata Marketing Applications für Großbritannien, Irland und Indien, sowie als Managing Director der Teradata Interactive (Großbritannien, Deutschland, Italien).

 

 

Nach dem Ende von Flash: 5 Tipps für Ihre Online-Werbung

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