Studie | | von Susanne Herrmann

Mobiles Arbeiten behindert die Produktivität

Der Firmenschreibtisch hat ausgedient. Weltweit entscheiden sich immer mehr Menschen, einen Teil ihrer Arbeitszeit außerhalb des Arbeitgeberbüros zu verbringen. Doch dieses neue Arbeitsmodell kann auch Schwierigkeiten aufwerfen. Das flexible Arbeiten, Herausforderungen und Lösungen für mobile Arbeitnehmer hat Regus, ein Anbieter von flexiblen Bürolösungen, untersuchen lassen. 22000 Berufstätige aus 100 Ländern wurden zu ihrem Arbeitsumfeld befragt.
 
Demnach sehen 45 Prozent der Berufstätigen in Deutschland einen Anstieg von flexiblen Arbeitskräften im Vergleich zu vor fünf Jahren. Global beobachten Rund 70 Prozent dieses Phänomen, in den USA sind es sogar 80 Prozent. Diese Mobilität hat aber auch ihre Schattenseiten. Oft sei es problematisch, den geeigneten Ort zum flexiblen Ausgleich zu finden, laute und störende Umgebungen seien Produktivitätskiller für vielbeschäftigte Arbeitnehmer, geht aus der Regus-Studie hervor.

Verkehrsbehinderungen zählen ebenfalls zu den Störfaktoren für Effizienz. Darin sind sich 60 Prozent der Deutschen (weltweit 56 Prozent) einig. Hinzu kommen IT-Pannen an alternativen Arbeitsbereichen, etwa in Cafés. Das ist für 33 Prozent der Befragten ebenso ein Grund für Einschränkungen hinsichtlich der Produktivität. Die beste Arbeitsumgebung, um als flexible Arbeitskraft möglichst produktiv zu sein, sei nach Angaben der Befragten (rund 55 Prozent der Deutschen, 53 Prozent weltweit) ein Business Center.

Daheim ist aber auch nicht schlecht: Zwar sagen nur 39 Prozent (Deutschland; 34 Prozent weltweit) der Befragten, dass sich die Arbeit im Home Office positiv auf ihre Produktivität auswirke. Doch unter denjenigen, die eine professionelle Arbeitsausstattung in den eigenen vier Wänden eingerichtet haben, geben 76 Prozent (63 Prozent weltweit) an, dass ihre Produktivität sich zu Hause frei entfalten kann.

Cafés rangieren mit 6 Prozent (12 Prozent weltweit) unter den unbeliebteren Orten, wenn es darum geht, Arbeit zügig zu erledigen. Gründe dafür sind Umgebungslärm, nicht immer zuverlässige Internetverbindungen und einem Mangel an Privatsphäre. Allein die Japaner setzen auf einen Arbeitsaufenthalt im Café. Immerhin ist jeder Dritte in dem Land (35 Prozent der Befragten) der Meinung, dort effektiv arbeiten zu können.

"Eine Möglichkeit, von verschiedenen Orten aus zu arbeiten ist ein großer Segen für viele Arbeitnehmer. Die Herausforderung besteht jetzt in der Suche nach der richtigen Arbeitsumgebung außerhalb des Büros", sagt Michael Barth, Deutschlandgeschäftsführer von Regus. "Mit mehr Flexibilität sollten keine Produktivitätseinbußen einhergehen."

Mobiles Arbeiten behindert die Produktivität

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