Die Ausgaben für Mobile Advertising werden Carat zufolge im kommenden Jahr weltweit erstmals höher liegen als für Displaywerbung.
Die Ausgaben für Mobile Advertising werden Carat zufolge im kommenden Jahr weltweit erstmals höher liegen als für Displaywerbung. © Foto:Snapchat

Carat-Prognose | | von Markus Weber

Mobile überholt 2017 erstmals Displaywerbung

Die Werbeinvestitionen werden im laufenden Jahr auf weltweit 548 Milliarden US-Dollar steigen. Das sind 4,4 Prozent mehr als 2015. Für das kommende Jahr prognostiziert die Mediaagentur Carat in ihrem aktuellen "Adspend Forecast" ein Wachstum um vier Prozent.

Global wie national gewinnen vor allem die digitalen Medien bei den Werbespendings weiter an Boden. International wachsen die Werbeausgaben in diesem Bereich um 15,6 Prozent. Das macht einen Marktanteil von 27,7 Prozent am Gesamt-Werbekuchen. Auch für das kommende Jahr ist bei den digitalen Medien ein zweistelliges Plus (13,6 Prozent) zu erwarten.

Mit einem dreiprozentigen globalen Wachstumsplus bleibt TV auch 2016 weiterhin das umsatzstärkste internationale Werbemedium (41 Prozent Marktanteil). Dagegen sinken die Werbeeinnahmen der Zeitungen um voraussichtlich sieben Prozent. Deren Marktanteil beträgt dann nur noch elf Prozent.

Im weltweiten digitalen Werbemarkt wachsen Mobile und Online-Video am schnellsten. Mit einer Steigerungsrate von 49 Prozent legt Mobile nicht nur stärker zu als Anfang des Jahres erwartet, sondern baut auch seinen Anteil an den gesamten Digitalspendings rasch aus. Die Ausgaben für Mobile Advertising werden Carat zufolge im kommenden Jahr weltweit erstmals höher liegen als für Displaywerbung.

Im laufenden Jahr wurden die Werbespendings von Sport-Highlights wie der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen in Rio in die Höhe getrieben. Auch von den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen profitiert die Branche massiv.

In Westeuropa beträgt die Steigerungsrate im laufenden Jahr "nur" 2,9 Prozent - wobei das Plus in Großbritannien mit 5,4 Prozent wesentlich stärker ausfällt als in Deutschland (2,3 Prozent). Hierzulande legen die digitalen Werbeausgaben um gut neun Prozent auf fast fünf Milliarden Euro zu (Marktanteil an den nationalen Werbeinvestitionen: 32,5 Prozent). In Deutschland wird das bislang umsatzstärkste Medium Fernsehen (Marktanteil 2016 bei 32,7 Prozent) seine Marktführerschaft im kommenden Jahr an die digitalen Medien abgeben müssen.

Mobile überholt 2017 erstmals Displaywerbung

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