Messenger und Wearables machen aus der Option ein Muss
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Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Messenger und Wearables machen aus der Option ein Muss

Der Hype um Messenger Apps ist in vollem Gange: Snapchat, We Chat, Kik und Whats App bieten Werbekunden neue Möglichkeiten, die Nutzer zu involvieren. Ein Geschäft, das sich Facebook mit seinem eigenen Facebook Messenger natürlich nicht entgehen lassen will: Auf der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco diese Woche hat der blaue Riese angekündigt, den Kurzmitteilungsdienst mit neuen Funktionen anzureichern.

Animierte Bilder, Videos und andere Multimedia-Inhalte stehen künftig auch Unternehmen zur Verfügung, die darüber mit ihren Kunden kommunizieren können. Online-Händler etwa sollen künftig über Facebooks Kurzmitteilungsdienst Versand-Informationen an die Käufer schicken können. Denen wiederum kommt zugute über den Messenger beispielsweise Reklamationen an den Händler schicken.

Neben den Messengern füllen auch Wearables zusehends die Schlagzeilen. Smarte Uhren, Armbänder und sogar Kleidungsstücke waren auf der Cebit in Hannover und dem South by Southwest-Festival in Texas unter den Dauerbrennern bei den Gesprächen. Ursprünglich vor allem im Gesundheitsbereich als Pulsmesser eingesetzt rücken die Mini-Computer immer mehr in den Fokus der werbungtreibenden Industrie.  

So sagen Experten  den Wearables eine blühende Zukunft als mobiler Kanal für Werbebotschaften voraus. Vernetzt mit dem Internet gehören sie damit zum Internet der Dinge, nahezu alles lässt sich schließlich intelligent vernetzen. Bei den persönlichen Geräten geht es allerdings darum, ganz wichtig: schneller und relevanter zu sein als anderswo. Keine Frage, dass man sich als Werbungtreibender dem nicht entziehen kann - sonst findet man erst gar nicht statt. Soll heißen: Aus der anfänglichen Option wird allmählich ein Muss.

Auf persönliches relevantes Marketing bleibt - davon abgesehen - ohnehin kaum eine Gattung verschont. Selbst das Massenmedium TV, mit dem Media-Experten ihre Botschaften wie mit einer Gießkanne ausbreiten, muss sich auf gravierende Veränderungen einstellen. Wie die Kompetzengruppe Streaming Media im Eco-Verband der Internetwirtschaft verkündet hat, wird das Streaming von Shows und Videos das klassische Fernsehen bis zum Jahr 2020 überholt haben.

Schon jetzt ist die Konkurrenz fürs klassische TV aus Sicht des Verbands groß. Über Netflix & Co. können sich Nutzer exklusive Filme und Serien ansehen,  wann und wo auch immer sie wollen. Das Nutzungsverhalten - besonders der jüngeren Zuschauer - verändert sich durch immer neue Anbieter. In dieser Woche kam dazu noch die Nachricht, dass Amazon sein Fire TV auch mit einem günstigen Stick ins heimische Wohnzimmer bzw. auf alle Mobilgeräte schickt.

Der Werbemarkt zieht da natürlich nach. Bei den diesjährigen Upfronts in New York, wo große US-Sender ihre neue Programme präsentieren und bereits im Vorfeld Werbedeals abschließen, soll voraussichtlich wieder um einiges weniger verkauft werden: Laut einer Schätzung von Magna Global werden die Deals um sieben Prozent auf 20 Milliarden Dollar schrumpfen. Und das ganz zur Freude von digitalen Portalen wie Facebook oder Youtube.

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