Werbewirkung | | von Irmela Schwab

Mehr Transparenz: Google reicht Nielsen die Hand

Wer im Netz auf welche Links und Ads klickt: all das weiß die Online-Werbe-Industrie ganz genau. Und dennoch fordern Werbungtreibende genauere und transparentere Werbewirkungsnachweise, zuletzt bei der Dmexco. Die Rufe nach einer Währung, die für die Messung aller Medien herangezogen werden kann, hat Google nun vernommen - und plötzlich grünes Licht signalisiert. 

Immerhin hat Google-Tochter YouTube noch vor zwei Jahren eine Zusammenarbeit mit Nielsen abgelehnt. Was dazu geführt hat, dass einige Werbungtreibende ihre Spendings in den Web-Video-Kanal zurückgefahren hatten. Nun soll das Messverfahren, mit dem Nielsen Online Campaign Reporting (OCR) über Tags feststellt, wie oft welche Ads im Umfeld der Mini-Filme angesehen wurden und von wem, Anfang 2014 integriert werden. Nicht nur bei YouTube, sondern bei allen Google-Plattformen.

Um die Messmetriken “markenfreundlicher” zu machen, wie das "Wall Street Journal" ein Statement von Google zitiert, sollen nun herkömmliche Mess-Parameter herangezogen werden. “Während wir an eigenen Metriken arbeiten, kooperieren wir auch mit führenden Partnern aus der Industrie wie Nielsen und Comscore, um objektive und anerkannte Parameter Dritter anzubieten”, heißt es.

Nielsens Tags ermöglichen das Monitoring der Online-Ad-Performance: Dabei wird die Anzahl der User getrackt, die diese Ads sehen und wie oft. Angereichert wird dies mit  demographische Daten - diese stammen teilsweise auch von einer Partnerschaft von Facebook: Das Social Network gewährt dem Forschungsunternehmen Einsicht auf Informationen über seine User. Marketer schätzen Nielsens Herangehensweise, da sie mit bekannten Metriken arbeitet. Neben Facebook arbeitet auch Twitter bereits mit Nielsen in Sachen Werbewirkungsnachweisen zusammen.

Googles Vorstoß ist genau das, was die Organisation der Werbungtreibende im Markenverband (OWM) in ihrem Thesenpapier im Rahmen der Dmexco eingefordert hat: "Bislang gibt es keine zuverlässigen Angaben darüber, wie vielen Menschen die Online-Werbung gezeigt wird und wo genau das Werbemittel ausgeliefert wurde."

Mehr Transparenz: Google reicht Nielsen die Hand

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