Studie | | von Irmela Schwab

Leuchttürme in der Nachrichtenwelt: ARD und Google

Was die ARD im Fernsehen ist, ist Google im Internet. Wie die Studie “Breaking News” des Medienforschungsinstituts Mindline Media festgestellt hat, kommen diesen beiden Anlaufstellen der Off- und Online-Welten die begehrte “Leuchtturmfunktion” zu.

Das Internet gewinnt besonders bei Jüngeren stark an Bedeutung. Doch wenn es um die Grundgesamtheit der Deutschen gehen, bleibt das Fernsehen Informationsquelle Nummer eins. Gerade bei wichtigen Ereignissen folgt bei 33 Prozent als erstes der Knopfdruck auf die Fernbedienung: Damit hat sich die Bedeutung des Mediums in der Fünf-Jahresbetrachung - 2008 waren es 35 Prozent - nur geringfügig verändert. An zweiter Stelle steht das Internet (22 Prozent; 2008: 15 Prozent), an dritter das Radio (20 Prozent; 26 Prozent), dann die Tageszeitungen (11 Prozent; 2008: 16 Prozent).

Während die Bedeutung der klassischen Medien also schwindet - obwohl im Fall TV nur leicht - steigt auch der mobile Kanal an Bedeutung: Sechs Prozent der Befragten geben an, sich zuallererst mobil zu informieren. Also per Handy, Smartphone oder Tablet). 2008 war dieser Informationsweg noch völlig bedeutungslos.

Die Kanalpräferenz hat mit dem Alter zu tun: Bei den unter 30-Jährigen ist das Internet mit Abstand das wichtigste Medium (49 Prozent), auch das mobile Internet ist hier mittlerweile wichtiger als das Fernsehen (16 Prozent bzw. 12 Prozent). Die 30-49 Jährigen sind in ihrer Zuwendung am flexibelsten: Fernsehen, Internet und Radio sind ähnlich wichtig (27 Prozent vor 25 Prozent und 24 Prozent). In der Gruppe der 50+ Jährigen dominiert das Fernsehen so deutlich wie bei den Jungen das Internet: 46 Prozent wenden sich zuerst einem TV-Sender zu – sogar mehr als noch 2008 (41 Prozent). 

Dieser Fernsehsender ist in aller Regel das erste Programm der ARD, das mit 52 Prozent von der Mehrheit der Befragten gewählt wird. Gefolgt von ZDF (25 Prozent) und RTL (13 Prozent). Unter den Internetangeboten dominiert Google: 41 Prozent derjenigen, die sich im Internet (stationär oder mobil) zuerst informieren, wählen Google als erste Anlaufstation. Die nächst-wichtigen Angebote sind Spiegel Online (15 Prozent) und Bild.de (10 Prozent). 

Für die Studie, das Berliner Medienforschungsinstitut Mindline Media nach 2008 zum zweiten mal durchgeführt hat, wurden im Zeitraum September über 1000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren befragt.

Detaillierte Ergebnisse der Studie „Erst-Medien bei Breaking News“ können hier abgerufen werden: http://mindline.de/fileadmin/presse_downloads/Chartbericht_Breaking_News-Studie_2013.pdf

Leuchttürme in der Nachrichtenwelt: ARD und Google

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