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Lesetipp: Das sind die Trends des deutschen E-Book-Marktes

Der Börsenverein hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut GfK den deutschen E-Book-Markt beleuchtet. Das zentrale Ergebnis: Während die Verlage das digitale Wachstum unterschätzen, überschätzen die Händler ihren Einfluss in diesem Marktsegment. Das Fachmagazin "Buchreport" hat die wichtigsten Trends zusammengetragen: 

Verlage unterschätzen das Wachstum von E-Books

Der durchschnittliche Umsatzanteil von E-Books am Gesamtumsatz ist 2012 stärker gestiegen als erwartet: auf 9,5 Prozent (Prognose der Verlage: 7,2 Prozent). Allmählich korrigieren die Verlage ihre Prognosen nach oben: Inzwischen gehen 28 Prozent davon aus, dass der E-Anteil bei den Verlagen 2015 über 10 Prozent liegen wird (2011 hatten dies nur 21 Prozent erwartet).

Online-Versandhändler wachsen und verängstigen

Einerseits wächst parallel zu den Marktanteilen der Online-Versandhändler auch die Bedeutung der Internet-Shops beim Vertrieb von E-Books: Durchschnittlich 72 Prozent der Verlags-Verkäufe werden über diese Schiene abgewickelt (2010: 59 Prozent). Andererseits wächst die Furcht der Verlage vor der zunehmenden Konzentration bei den Online-Buchhändlern: Aktuell sehen 90 Prozent Risiken für die Buchbranche und 72 Prozent Risiken für den eigenen Verlag – ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2010 (84 Prozent bzw. 62 Prozent).

Buchhandel weit von E-Euphorie entfernt 

2011 und 2012 lagen die Prognosen der Buchhändler zum Anteil von E-Books am eigenen Gesamtumsatz im Buchhandel jeweils über den tatsächlichen Anteilen: Gerade einmal 0,5 Prozent des Umsatzes wird im Schnitt mit E-Books eingespielt. Entsprechend vorsichtiger reagieren die Buchhändler jetzt mit Prognosen: Für 2015 erwarten sie im Schnitt Umsatzanteil von 3,2 Prozent.

Liebe zu Print geht verloren

Die Vorliebe für gedruckte Bücher geht kontinuierlich zurück. Diejenigen, die ausschließlich Print lesen wollen, ist seit 2010 um neun Prozentpunkte auf 40 Prozent gesunken. Print-Vorliebe zeigen die Leser vor allem noch bei Reiseführern (65 Prozent), Ratgebern, Lehrbüchern (beide 48 Prozent) und beim Vorlesen von Büchern für Kinder (60 Prozent). E-Books werden werden vor allem im Nah- und Fernverkehr (58 Prozent bzw. 71 Prozent "eher E-Book") und tendenziell eher im Bett gelesen (47 Prozent: "eher E-Book").

Mehr dazu lesen Sie hier bei Buchreport.

Lesetipp: Das sind die Trends des deutschen E-Book-Marktes

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