Kampagnen | | von Annette Mattgey

Klassenbeste beim Mobile Marketing: Adidas, Olympus und Yamaha

Mobilwerbung muss viel Kritik einstecken, doch Unternehmen wie Adidas, Olympus und Yamaha haben 2012 Vorzeige-Kampagnen abgeliefert. Sie haben sich nicht auf Banner Ads beschränkt, sondern die spezifischen Smartphone-Eigenschaften wie GPS und Click-to-call für ihre Zwecke genutzt, lobt Giselle Abramovich in Digiday.

Adidas “Light You Up”

In New York und Boston hat Adidas für seine Fußballschuh-Kollektion Adizero riesige Lichtinstallationen inszeniert. Die Agentur Mullen Mediahub hat Adidas dabei unterstützt, möglichst viele Passanten auf das Ereignis aufmerksam zu machen. Für die Lightshow haben die Kreativen den viel bevölkerten Umsteiger-Bahnhof Penn Station in Manhattan gewählt. Eine Kampagne mit Mobile Banner Ads war der Schwerpunkt von Adidas “Light You Up”. Allerdings wählte Adidas eine Aussteuerung, die geräteunabhängig (Android, Windows, iOS) funktioniert, aber mit lokalem Targeting. Adidas sprach Nutzer im Umkreis von drei Meilen (knapp fünf Kilometer) rund um die Penn Stationan. Zu lesen war: “Adidas and Messi — After Dark Tonight.” Der argentinische Fußball-Spieler Lionel Messi ist Adizero-Testimonial. Nach dem Klick aufs Banner wurden die Zuschauer auf eine Landingpage mit einem Werbevideo geleitet, das Ort, Zeit und Event erläuterte. Tausende Besucher aus der Umgebung ließen sich die Installation nicht entgehen: 

Olympus “Captures Your Stories”

Überdurchschnittliche Click-through-Raten waren eines der Ergebnisse, die der Kamerahersteller Olympus mit seiner Initiative “Captures Your Stories”erreichte. Als Zielgruppe wollte Olympus potenzielle Kunden ansprechen, die im traditionellen Fotohandel oder in Elektronikmärkten nach dem passenden Modell schauen. Bei ihnen sollte die Kaufbereitschaft für die neue Digitalkamera Olympus PEN E-PM1 gesteigert werden. Dazu setzte Olympus auf Rich Media: Die Anzeige war mit einer dynamischen Bilderfunktion verbunden. Darin fanden die User das Modell in einer 360-Grad-Ansicht vor. Die Landingpage zeigte ausführlich alle Funktionen. Wer beispielsweise den "Landschaftsmodus" wählte, sah die Vorschau so, als ob er selbst die Kamera in der Hand hält. Als Reaktionsmöglichkeiten hat die Agentur Mullen drei Buttons installiert: "Kaufen", "Technische Daten" und "Teilen". Besonders intensiv versuchte Olympus, die Zielgruppen, Mütter, junge Familien und Outdoor-Fans anzusprechen - auch mithilfe von Social Media. Nach Angaben von Olympus gelang es der Kampagne, die Awareness und die Kaufbereitschaft für die PEN E-PM1 zu erhöhen.

Yamaha’s FZ-16 Mobile Ads

Eine Maschine als Lifestyle-Accessoire: Yamaha hat sein Motorrad-Modell FZ-16 genau so positioniert und wollte mit der Kampagne vorwiegend junge Männer von der Marke überzeugen. Für die Mobilkampagne holte sich Yamaha Hilfe bei Inmobi. Auf Webseiten und in Apps waren Banner geschaltet, durch die man zur Landingpage mit dem aktuellen TV-Spot kam. Die CTR lag bei 6,6 Prozent. Zehn Prozent derjenigen, die auf die Werbung geklickt hatten, schauten sich den Spot an und sieben Prozent gingen in ein Motorradgeschäft. Auf der Landingpage ließen sich auch Videos mit Testberichten anderer User ansehen. Als weiteres Feature gab es Wallpapers zum Download, die das Motorrad auf der Straße und im Showroom zeigten.

Klassenbeste beim Mobile Marketing: Adidas, Olympus und Yamaha

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht