Digital Out-of-Home | | von Thuy Linh Nguyen

Japanische Marke überwindet Sprachbarriere per Face-Scan

Tokio zieht jährlich rund zehn Millionen Touristen an. Kosmetik steht bei den einkaufsfreudigen Besuchern dabei hoch im Kurs. Doch leider sprechen nur rund drei Prozent der Japaner eine Fremdsprache. Um die Kunden zu gewinnen, überwindet die Make-Up-Marke Ainz & Tulpe diese Sprachbarriere nun einfach per Gesichtserkennung.

In Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Dentsu, der Designagentur Birdman sowie der Produktionsfirma Puzzle installierte das Unternehmen ein interaktives Schaufenster in der Filiale in Tokio. Zu sehen sind Models mit aktuellen Make-Up-Trends aus Japan. Speziell eingebaute Sensoren erkennen die Herkunft der Passanten über ein Gesichtserkennungsprogramm. Wählt ein Tourist nun über den integrierten Touchscreen einen Look, bekommt er einen Rabattgutschein in seiner Sprache auf Englisch, Chinesisch, Spanisch, Russisch oder eben Japanisch.

Doch diese Marketingstrategie würde wohl nicht bei allen Touristen Anklang finden. Denn Gesichtserkennung ist nicht jedermanns Sache, wie eine Online-Studie von First Insight mit 1.1000 amerikanischen Konsumenten zeigt. Die Auswertung ergibt, dass 75 Prozent der Befragten Geschäfte meiden würden, die Gesichtserkennung zu Marketing-Zwecken nutzen. Für Ainz & Tulpe scheint das Konzept mit der digitalen Beschilderung (oder auch Digital Signage) zu funktionieren. Seit der Installation sollen rund 40 Prozent mehr Touristen die Filiale besuchen.

Japanische Marke überwindet Sprachbarriere per Face-Scan

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