Intersport steuert Sport-Events per App
© Foto:Intersport

Case Study | | von Yvonne Göpfert

Intersport steuert Sport-Events per App

Apps sind der persönlichste Zugang zum Kunden. Doch Kunden laden eine Anwendung nur dann, wenn sie echten Mehrwert verspricht. Im Falle von Events ist das genau der Fall. Denn per App können die Teilnehmer das Programm einsehen, sie erfahren von Termin- oder Locationänderungen und können den Lageplan der Location aufrufen. Bislang kommen Apps vor allem bei Konferenzen wie der Inbound Marketing Conference von Hubspot, die gerade in Boston stattfindet oder der Hausmesse Dreamforce von Salesforce zum Einsatz. Doch auch Marken können Apps effektiv einsetzen, wie das Beispiel Intersport beweist.

Erstmals hat Intersport seine App für das Event Alpenglühen, ein Ski-Festival, im Frühjahr 2017 eingesetzt. Und im September 2017 fand die App dann auch erstmals ihren Einsatz bei dem Fitness-Testival Fitgesund. Das Event-Konzept gibt Sportlern die Möglichkeit, fünf Tage lang Markenkleidung und verschiedene Sportarten zu testen. Das Ziel der App: Weniger Papier und schnelleres Informieren der Teilnehmer.

So funktioniert die Intersport Testival App

Intersport hat jeden Teilnehmer in der App angemeldet – der Nutzer mussten sich die Anwendung nur noch herunterladen. Über die App empfängt der Teilnehmer Push-Nachrichten und wird informiert, wann beispielsweise das Abend-Event startet, wann die Shuttle-Busse fahren oder ob kurzfristig gerade ein Platz in einem der Kurse freigeworden ist. Intersport hat das gesamte Event über mit 25 Push-Nachrichten begleitet – was bei den Teilnehmern sehr gut ankam.

Nutzen für die Teilnehmer

  • In Warnemünde angekommen, reichte am Check-In die App, um das Willkommenspaket zu erhalten. Ein Papier-Voucher für das Hotel und die gebuchten Sportkurse war nicht mehr nötig. Dazu hat Intersport auf die Startseite der App einen Barcode abgedruckt, der am Check-In gescannt wurde.
  • Während des Events verschickte Intersport Erinnerungen im Stil von "Gemeinsames Kochen mit Bloggerin Hannah Frey und Food-Experte Achim Sam". Kommt jetzt vorbei!
  • Aber auch die Markenpartner, die die Testkleidung zur Verfügung stellen, wurden in das Kommunikationskonzept mit eingezogen: "Wie wäre es mit einer Erfrischung? Die Jungs und Mädels von Reebok haben für euch ein paar kostenlose Smoothies vorbereitet", lautet eine der Werbe-Push-Nachrichten.
  • Neben den Push-Nachrichten, die die Teilnehmer als hilfreich empfanden, wurden über die App auch Vorträge der Dozenten und Trainer verteilt. Dieser Service wurde auf Nachfrage einiger Teilnehmer eingerichtet.
  • Der größte Nutzwert der App bestand jedoch darin, dass die Teilnehmer sich untereinander und mit den Trainern vernetzen und sich unkompliziert so zum Frühstücken verabreden oder Fotos tauschen konnten.

Wir sind sehr zufrieden mit der App

Niko Lindauer, zuständiger Eventmanager bei Intersport für das Event Fitgesund, sagt: "Wir sind sehr zufrieden mit der App. Bei unseren Gästen kam sie sehr gut an. Sie hat uns die Organisation enorm erleichtert." Völlig papierlos funktioniert Fitgesund dennoch nicht. Die Kurse und die Kursteilnehmer wurden noch in papiernen Excel-Listen verwaltet. Scannen und Kursplatz tauschen oder streichen per Scan war nicht möglich. Doch genau das hätte die Arbeit des Orga-Teams noch einmal deutlich vereinfacht. Auch wer was an Testkleidung ausgeliehen hatte, wurde noch in Papierlisten verwaltet. Hier wäre der Aufwand, die Kleidung  zu scannen und einem Teilnehmer zuzuordnen, zu groß", so Lindauer. Allerdings wären genau das spannende Daten für weitere Marketing-Aktionen.

Die App und die Daten

Am spannendsten sind für Marketer natürlich die Daten, die die Marke über die App erhält. Auch hier ist Intersport erst am Anfang. "Auswertungen können wir fahren, indem wir analysieren, wie viele Nachrichten wann nach dem Push abgerufen wurden. Was wir nicht messen können, ist, wie die Reaktion der Teilnehmer auf die Push-Nachricht war. Wir wissen nicht, wie viele Teilnehmer aufgrund der Nachricht bei dem jeweiligen Partner von Intersport vorbeigeschaut haben." Auch das wäre ein Argument für einen Scanner-Einsatz. Es bleibt spannend, was die Zukunft bringt.

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