Millward Brown | | von Annette Mattgey

Guter Platz für Werbung: Marken sollten Newsfeeds in Social Media bespielen

Unter den verschiedenen Kontaktmöglichkeiten sind Social Media News Feeds am beliebtesten unter Smartphone- und Tablet-Besitzern. Das ist eines der Ergebnisse der "AdReactions2012", die das Marktforschungsunternehmen Millward Brown herausgegeben hat. An der quantitativen und qualitativen Erhebung waren mehr als 6000 Menschen in 18 Ländern weltweit beteiligt. 35 Prozent der Befragten lassen sich gern via Newsfeed über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Suchmaschinen-Werbung akzeptieren 25 Prozent, etwa gleichauf liegen Display Ads, SMS und Augmented Reality.

 

Wie nicht anders zu erwarten greift die Nutzung von Smartphones und Tablets weiter um sich. Millward Brown rechnet damit, dass es Mitte des Jahres weltweit rund 1,5 Milliarden Mobilgeräte gibt. Von ihnen fließen 13 Prozent der Internet-Abrufe. Etwa zwei Drittel der Befragten halten sich für effizienter dank der mobilen Helfer. Für knapp 60 Prozent sind sie unverzichtbar, weil sie ständig unterwegs sind. Für die Hälfte der Befragten steckt in ihnen die Organisation ihres Privatlebens - dafür ist es sogar noch wichtiger als für die Arbeitsorganisation.

So verbringen die Testpersonen ihre Zeit:

 

 

Glücklich über Mobilwerbung sind lediglich 17 Prozent, der Rest nimmt die Störung mehr oder minder zähneknirschend in Kauf. Akzeptanz findet diese Werbeform nur bei 23 Prozent der Testpersonen. Weit abgeschlagen - auch im Vergleich zu anderen Online Ads. Die beliebteste Online-Werbeform ist die Opt-in-Email (45 Prozent), gefolgt von Social Media Newsfeeds (42 Prozent), Search Ads (39 Prozent) und Bannern (36 Prozent). Um Nutzer nicht zu langweilen, sollten Marken versuchen, die Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen: nach Informationen, nach Spiel und Spannung sowie nach Kontakt zu ihren Social Media-Bekannten. Wenn man es richtig macht, können mobile Werbeformen viel effektiver sein als Online-Werbung. Bei den mehr als 2000 von Dynamic Logic getesteten Kampagnen lagen die Wahrnehmung und die Kaufabsicht etwa drei bis vier Mal so hoch wie bei den Online-Pendants. 

 

Etwa ein Drittel der Befragten hat die Website besucht, nachdem er eine mobile Anzeige gesehen hat - oder er hat die Marke in einer Suchmaschine nachgeschlagen. 22 Prozent haben die Werbung geklickt, 19 Prozent sind sogar in einen Laden gegangen. Dabei sind es nicht nur Online-Werbemittel, die der Grund für den Besuch einer Website sind. Empfehlungen, Print-Anzeigen, TV-Spots und Events verführen in ähnlichem Maße dazu, die Mobilseite aufzurufen.

Beliebtester Absender: Online-Shops

Mit 37 Prozent bekommen Online-Shops die breiteste Zustimmung als Absender mobiler Werbebotschaften. Mode und Designer folgen auf Platz zwei, danach geht es mit Fluglinien, Hotels, Lebensmitteln, Einzelhändlern, Technologie-Unternehmen, Banken, Restaurants und Zeitungen und Zeitschriften weiter. Auf die Frage, was ihre Meinung von einer Marke verbessern könnte, liegen Rabatte und Coupons ganz vorne (35 Prozent). Leichte Bedienbarkeit der App und eine optimierte mobile Webseite machen ebenfalls einen guten Eindruck. Kostenlose Features wie Organizer, Kalender, Einkaufslisten, Memos sind weitere Pluspunkte. 

Die komplette 44-Seiten lange Studie "AdReactions2012" des Marktfoschungsunternehmens Millward Brown gibt es auch als PDF zum kostenlosen Download.

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