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Die ganze Geschichte steht in der Print-Ausgabe der W&V. © Foto:W&V

Location Based Services | | von Rolf Schröter

Gelbe Seiten pushen ihre Beacon-Plattform

Stephan Theiß, Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing GmbH, spricht von einer logischen Weiterentwicklung des Geschäftsmodells: "Weg von Pull, hin zu Push". Bisher musste man aktiv in den Gelben Seiten nachschauen, um ein für seine Bedürfnisse passendes Unternehmen zu finden. Jetzt drehen die Gelben Seiten den Spieß um und bieten Unternehmen und Händlern an, Nutzer aktiv anzusprechen - über Beacons und Geofencing. Wie das funktioniert, testete Gelbe Seiten bereits live: und zwar an einem April-Wochenende in Karlsruhe. Mit der Bilanz waren Händler und Initiatoren gleichermaßen zufrieden. 

Beacons sind kleine Funksender, die am Verkaufsort platziert werden und Kontakt zu den Smartphones der Kunden aufnehmen, wenn diese die Gelbe-Seiten-App geladen haben. Geofences sind virtuelle Zäune. Überschreitet man diese, melden WLAN- oder GPS-Signale, wo man sich befindet.

Über drei Millionen Mal ist die Gelbe-Seiten-App bereits runtergeladen worden. "Wir haben über eine Million Nutzer, die wir ansprechen dürfen", sagt Theiß. Hintergrund: Nur wenn der Nutzer seine Erlaubnis erteilt hat (Opt-in), darf der App-Betreiber die Nutzer orten und ihnen Informationen aufs Smartphone schicken. "Die Marke Gelbe Seiten genießt ein großes Vertrauen in der Bevölkerung", sagt Theiß. "Das ist sehr wichtig".

Logisch, denn so nah kommt man dem potenziellen Kunden sonst kaum. Während des Shoppens aufs Smartphone - eine perfekte Marketing-Chance. Aber hier liegt auch eine Gefahr. "Man muss vorsichtig damit umgehen", warnt Theiß, "sonst entzieht der Nutzer dir das Vertrauen".

Wie man Beacons sinnvoll einsetzt, welche neue Technologien es gibt (zum Beispiel Ultraschallübertraung) und wie man Beacons sogar für Marktforschung (zum Beispiel Heatmaps) einsetzen kann, lesen Sie in der aktuellen W&V Nr. 27 (EVT: 4. Juli). Zum Abo geht es hier. 

Gelbe Seiten pushen ihre Beacon-Plattform

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Hyperlokale Werbeformate: Das I-Tüpfelchen auf dem Mediaplan

von Petra Schwegler

Sie wollen Ihre potenziellen Kunden dort ansprechen, wo sie nur wenige Meter von Ihrem Shop entfernt sind? Dieser Service zählt zu den zentralen Funktionen der neuen Stadt-Meister-App von Meinestadt.de, nach eigenen Angaben "Marktführer für regionale Angebote in Deutschland". Die Anwendung bietet punktgenaue Ansprache vor Ort über so genanntes Geofencing. Damit können Pushkampagnen dann ausgespielt werden, wenn sich der Nutzer an definierten Orten aufhält – als "hyperlokales Werbeformat".

Möglich wird das durch Geofencing und durch Beacons, kleine energiesparende Minisender. Sobald sich ein Smartphone-Besitzer den Beacons nähert, registriert das der Sender via Bluetooth Low Energy und kann eine Nachricht an das Smartphone übermitteln. Das Ziel von Beacons ist es, Nutzer zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort mit relevanten Informationen zu versorgen.

Hinzu kommt bei der Stadt-Meister-App der personalisierte Newsstream, der ähnlich wie eine Facebook Timeline funktioniert: Neuigkeiten werden aus verschiedenen Quellen aggregiert und nach Aktualität angezeigt.

Doch anders als bei Facebook sind in der neuen Anwendung von Meinestadt.de alle Inhalte lokalisiert. Das soll den Nutzer zum Scrollen, Lesen und Wiederkehren einladen. Die in einem Dashboard dargestellten Kategorien wie Restaurants, Hotels, Shopping oder Apotheken erlauben schnelle Zugriffe auf alle Orte in der Umgebung, die übersichtlich in einer Liste sowie auf einer Karte dargestellt werden. Zudem kann sich der Nutzer über Events in seiner Umgebung informieren.

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Im Newsstream zu allen 11.000 Städten und Gemeinden in Deutschland können Content- beziehungsweise Native Ads eingebunden werden. So werden beispielsweise Gutscheine oder Angebote dort angezeigt, wo sich der Nutzer aufhält und aktuell mit einer Kaufentscheidung befasst.

"Meinestadt.de bringt damit eine App auf den Markt, die durch individuelle Anpassungen genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe als auch auf die der Werbetreibenden zugeschnitten ist", heißt es dazu vom Unternehmen. Die Anwendung ist ab sofort für Android und iOS zum Download kostenlos verfügbar.

Übrigens: Große klassische Medienunternehmen mischen beim I-Tüpfelchen auf Ihrem Mediaplan mit. Meinestadt.de gehört zu 100 Prozent zu Axel Springer Digital Classifieds.

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben