Diese Gründer unterstützt die Deutsche Bahn, um die digitale Mobilität voranzubringen.
Diese Gründer unterstützt die Deutsche Bahn, um die digitale Mobilität voranzubringen. © Foto:Deutsche Bahn AG/ Max Power Berlin

Startup-Accelerator | | von Annette Mattgey

Förderprogramm: Deutsche Bahn stellt Weichen für Startups

Die Deutsche Bahn (DB) will auch abseits der Gleise der Ansprechpartner für digitale Mobilität sein - und öffnet daher seinen hauseigenen Startup-Accelerator auch für Gründer, deren Ideen nicht für den Schienenverkehr bestimmt sind. "Beyond 1435" ist ab sofort die richtige Adresse für sie. Der Name bezieht sich auf die Standardspurweite von 1435 Millimetern, auf der vor rund 180 Jahren mit Einführung der Eisenbahn schon einmal eine neue Ära der Mobilität begonnen hatte. Die Digitalisierung markiere mit Entwicklungen wie dem autonomen Fahren erneut einen tiefgreifenden Wandel in der Branche, heißt es aus dem Unternehmen.

Stefan Stroh, seit 1. April Chief Digital Officer (CDO) bei der DB, war maßgeblich an der Auswahl der aktuellen Kandidaten beteiligt. Gemeinsam mit der US-Innovationsplattform Plug and Play wählte er die ersten Startups aus: "Startups sind mit ihren Ideen bei uns nicht mehr festgelegt auf Züge und Bahnhöfe. Wir denken bei der DB in Kundenlösungen von A nach B. Vernetzte Verkehre in Smart Cities – an dieser Zukunft arbeiten wir schon heute. Unsere neuen Partner-Startups haben dafür vielversprechende Technologie-Lösungen und Geschäftsmodelle."

Die Startups bekommen für 100 Tage Unterstützung in der DB mindbox in Berlin, 25.000 Euro Startgeld und Zugang zum Daten- und Mentoren-Netzwerk von DB und Plug and Play. Erstmals sieht die Deutsche Bahn zum Programmende auch Anschlussfinanzierungen und Beteiligungen vor: "In der Mobilität schafft die Digitalisierung viel Platz für neue Geschäftsmodelle. Die wollen wir fördern", sagt CDO Stefan Stroh, der zuletzt Partner bei der Management Beratung PwC Strategy& war und dort das Leistungsangebot von PwC Digital Services für den Transport- und Logistik-Sektor verantwortet hat.

Zugleich kooperiert die DB mit sechs weiteren Startups, die innovative Lösungen zur Steigerung der Qualität im Kerngeschäft, der Eisenbahn, entwickelt haben. Dazu zählen zum Beispiel Kameras für Hochgeschwindigkeitszüge, die während der Fahrt 3D-Aufnahmen vom Zustand der Gleise machen. Oder ein sogenanntes EKG für Elektromotoren, mit dessen Hilfe Züge und Klimaanlagen länger störungsfrei laufen. Alle neuen Startups in der DB mindbox sind unter www.deutschebahn.com/start-ups zu finden.

Die Deutsche Bahn investiert bis 2018 rund eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungsprojekte. Zusätzlich stehen bis 2019 rund 100 Millionen Euro Wagniskapital für Gründer und Joint Ventures bereit. Auch an den Bahnhöfen tut sich einiges, um das Informationsbedürfnis der Kunden besser zu stillen - mit verschiedenen, auch digitalen Touchpoints.

                 

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