Fein segmentieren sorgt für hohe Öffnungs- und Klickraten
© Foto:Optivo

E-Mail-Marketing | | von Yvonne Göpfert

Fein segmentieren sorgt für hohe Öffnungs- und Klickraten

Ihr Einsatzgebiet ist vielseitig: Egal, ob Kundenbindung, Neukundengewinnung, Abverkauf, Cross- und Up-Selling oder die Rückgewinnung von inaktiven Kontakten – ein Mailing kann es richten. Und die Mühe ist nicht vergebens: Die mittlere Öffnungsrate absolut lag bei bei 48,78% bzw. unique bei 26,48%. Zudem wurde im ersten Quartal 2017 eine durchschnittliche effektive Klickrate von 14,29% ermittelt. Das heißt, jeder siebte Öffner hat aus einer E-Mail oder einer Kampagnen-Mail heraus eine Produktseite oder Landing-Page geöffnet.

Hohe Klickraten im B2B-Bereich

Dabei sind die Klickraten (unique und absolut) im B2B-Bereich und im Bereich Finanzen, Versicherungen und Immobilien am höchsten. Und auch der Öffnungsfaktor ist mit 2,62% bzw. 2,03% für diese Bereiche am größten.  Im Umkehrschluss heißt das wiederum: Der Öffnungsfaktor für Fashion mit 1,70% und für Handel  und E-Commerce mit 1,75% ist ausbaufähig.

Nun  besagt die Theorie, dass die Öffnungsraten und Kaufabschlüsse umso höher sind, je relevanter und personalisierter die Newsletter-Informationen sind. Und hier gibt es noch viel zu tun. Viel zu häufig werden Mailings noch mit der Gießkanne versandt. Dabei gilt: Je größer die Zahl der Adressaten eines Mailings ist, desto geringer ist im Schnitt die damit erzielte unique Öffnungsrate. Die Devise Hauptsache Masse ist also nicht zielführend. „Die Verteiler werden dadurch über Gebühr strapaziert und es geht viel Reichweite verloren. Deshalb empfiehlt es sich, die Maßnahmen auf Basis der Kontakthistorie und den individuellen Präferenzen zu segmentieren sowie zielgruppengenau auszurichten“ sagt René Kulka, Mailing-Experte bei dem Newsletter-Software-Anbieter Optivo. 

Automatisierung als Performance-Treiber    

Zugleich wurden im Rahmen der Optivo-Studie unterschiedlichste Arten von Transaktions- und Triggermails ausgewertet. So wurden unter anderem automatisierte Willkommens-, Warenkorb- und Reaktivierungsmails, Geburts- und Namenstagsgrüße sowie Kaufjubiläen analysiert. Diese automatisierten Maßnahmen bringen im Vergleich zur Regelkommunikation überdurchschnittlich hohe Klickraten. Der Anteil der Empfänger, die mindestens einmal klickten, war bei solchen E-Mails und Kampagnen um ganze 41% höher. Durch den unmittelbaren Bezug auf den Empfänger-Kontext sind diese Aktivitäten meist besonders relevant und entsprechend aufmerksamkeitsstark.

Der beste Zeitpunkt für Mailings

Übrigens: Den perfekten Wochentag oder die perfekte Uhrzeit für den Mailingversand gibt es nicht. Allerdings existieren Phasen, in denen die Wahrscheinlichkeit einer Interaktion steigt. Mit Blick auf die Ergebnisse sind die Unternehmen gut beraten, sich auf die Arbeitswoche zu konzentrieren. Die Performance am Samstag und Sonntag fällt merklich ab. Der Anteil der Öffner und Klicker ist am Sonntag noch einmal geringer als am Samstag. Interessanterweise nehmen sich die Öffner mittwochs die meiste Zeit, die beworbenen Angebote anzuschauen und zu klicken – an diesem Wochentag ist im Schnitt die effektive Klickrate der Mailings am höchsten. Auf den Mittwoch folgt hierbei der Montag. An beiden Tagen werden zudem die höchsten Öffnungsraten erzielt, dicht gefolgt vom Freitag.

Für die Optivo-Studie wurden 13,3 Milliarden E-Mails und Kampagnen-Mails analysiert. Hier geht es zur E-Mail-Marketing-Benchmark-Studie 2017. 

Fein segmentieren sorgt für hohe Öffnungs- und Klickraten

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!