Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Facebook ID und Apple: Wenn groß zu groß wird

Es sollte ein Big Bang werden. Traraaa, das iPhone 6 ist da, das allergrößte in der gesamten Geschichte von Apple. So hatte es CEO Tim Cook letzte Woche angepriesen. Der vollmundigen Ankündigung folgte das übliche Schlangestehen vorm Applestore - und nun der Shitstorm: Dazu zählen Videos, die zeigen, wie leicht das neue Telefon verbogen werden kann

Auch fürs Betriebssystem iOS 8 hagelt es Schelte. Schlechte Verbindung und ein nicht funktionierender Fingerprint Scanner, lauten die Beschwerden der Apple-Konsumenten. Die TouchID war als eines der Herzstücke des neuen iPhones verkündet.

Mit seiner ID-Offensive hat auch ein anderer Technologie-Gigant aus dem Silicon Valley Probleme. Nachdem Cookies nur unzureichend in der Lage sind, User über mehrere Geräte und Zeiträume hinweg zu tracken, hat Facebook jüngst die Pläne seiner sogenannten Facebook ID preisgegeben. Mit deren Hilfe soll der User endlich zuverlässig über das Social Web und alle anderen Webseiten, die er besucht, verfolgt werden. Weil die viele User das soziale Netzwerk über Mobilgeräte nutzen, können Werbungtreibende ihre IDs abgleichen. 

Doch wie die US-Presse berichtet, sind viele Werbekunden nicht sehr erfreut über den Vorstoß, und User dürften gleiche Abneigung empfinden: Während sie, die User, noch das “Mood Experiment” in schlechter Erinnerung haben, wollen die Marketer nicht zu viel Kontrolle an den blauen Riesen abgeben. Immerhin soll der dieses Jahr sage und schreibe 12,2 Milliarden Dollar über Werbung einnehmen.

Den User crossmedial zu erreichen, ist auch ein Ziel, das andere Dienstleister erreichen wollen. So hat Salesforce diese Woche den Launch des neuen Journey Builder für Apps bekannt gegeben. Damit sollen neue Potenziale für das Customer Engagement im Zeitalter der mobilen Apps erschlossen werden. Dem SaaS-Dienstleister zufolge ist der Journey Builder die erste Lösung, mit der Unternehmen direkt über mobile Apps eine personalisierte Customer Journey anbieten können. Darüber können sie interaktive Erlebnisse für Kunden schaffen, die das Marken-Engagement und die Loyalität erhöhen. 

Positiver Marken-Aufbau empfiehlt auch Christoph Bornschein, Gründer der Agentur Torben Lucie und die Gelbe Gefahr, für essentiell, wenn es um den neuen Taxi-Widersacher Uber geht: Zwar hat das Landgericht Frankfurt hat zwar seine einstweilige Verfügung gegen Uber kürzlich aufgehoben, dennoch scheint es noch vielen suspekt. Bornschein findet, dass das nicht hätte sein müssen, wie er gegenüber W&V Online erläutert: “Wenn Uber etwas weniger großspurig aufgetreten wäre, dann hätten sie es auch etwas leichter gehabt.”

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