Paolo Anania | | von Paolo Anania

Emojis für Fußball-Fans - genau das Richtige für die Bundesliga

Emojis sind überall. Sie durchziehen Whatsapp- oder Skype-Unterhaltungen und jeden anderen Chat als bildlicher Ausdruck von Emotionen, Situationen und Unternehmungen. Was früher eher primär dem Kommunikationsverhalten von Teenagern zugeordnet wurde, ist mittlerweile gewohnter Bestandteil von Unterhaltungen zwischen Menschen auch weit jenseits der Digital Native-Generation geworden.

Da ist es eigentlich ein naheliegender Gedanke, dass Marken sich diesen Trend zunutze machen – indem sie eigene Marken-Emojis zur Verfügung stellen. Umso mehr, wenn es sich um Marken handelt, die in einem der emotionalsten Lebensbereiche überhaupt angesiedelt sind: Dem Fußball. So geschehen in England, wo die Premier-League eigene Twitter-Emojis bekommen hat. Wenn also ein Fan bei einem Tweet den Hashtag #cfc nutzt, ergänzt Twitter dahinter das Wappen des Vereins Chelsea. Twitter selbst berichtet in seinem Blog über diese Erweiterung. Einer, der das schon vorbildlich beherrscht, ist Mesut Özil, derzeit für Arsenal im Einsatz. Nach Wayne Rooney (11,7 Mio.) ist er der Premier League-Kicker mit den meisten Twitter-Followern (9,8 Mio).:

 

Pünktlich zum Start des Bundesligabetriebs 2015 bietet es sich an, an dieser Stelle mit Nachdruck Gleichberechtigung für die deutsche Bundesliga einzufordern. Auch deutschen Fans sollte es doch möglich sein, ihre Zugehörigkeit zu einem Verein auf diese Weise auszudrücken.

Einen Schritt weiter geht der amerikanische Basketball-Club Atlanta Hawks: Der Verein hat eine App herausgebracht, die ein komplett eigenes Tastatur-Set an Emojis bereithält. So gibt es dort zum Beispiel für einzelne Spieler eigene Emoji-Logos und Emojis zu deren spielerischen Stärken. "Mit unseren Fans eine enge Verbindung zu halten, ist für uns extrem wichtig. Unsere neue Hawks Emoji-Tastatur erlaubt es uns, auf innovative Weise eine Brücke zu technikaffinen Hawk-Unterstützern aufzubauen. Die Hawks-Emojis verändern die Art und Weise, wie unsere Fans kommunizieren, indem es möglich wird, textliche Unterhaltungen bildlich so zu erweitern, dass sie wirklich die Sprache der Hawks sprechen", erläutert Hawks CEO Steve Koonin den markenstrategischen Hintergrund.

 

Emojis haben virales Potenzial

Der Ansatz lässt sich aus Markensicht noch weiter verfolgen: Denn was für emotionale Brands wie Fußballvereine gilt, könnte sehr gut auch für andere Marken funktionieren, deren Markenstrategie auf eine möglichst emotionale Bindung des Consumers ausgerichtet ist. So etwa Nivea, um nur eines von vielen möglichen Beispielen zu nennen. Man stelle sich die runde Nivea-Vignette als Emoji vor – eingebunden in Chats markentreuer Verbraucher ergibt sich hier ein nicht geringes virales Potenzial. Ein kleiner Tweet kann so zur usergenerierten Markenbotschaft werden, die vom Empfänger wohl kaum als störende Werbung empfunden würde. Oder man denke an eine Datenbank mit Emojis zu verschiedensten Marken und Produkten – da würden digitale Einkaufslisten in ganz neuem (Marken-)Glanz erstrahlen ...

Paolo Anania ist ist einer der "Digital Leader", eine feste Gruppe von Bloggern, die ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreitet. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.  

Emojis für Fußball-Fans - genau das Richtige für die Bundesliga

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