Effizienzmodus für SEO und Virtual Shopping
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Effizienzmodus für SEO und Virtual Shopping

Effizienzmodus, Facebook-Filterblasen-Realität, Halbkids – im Social Web lesen wir täglich seltsame neue Worte. Wo kommen die nur her? Sprachforscher haben festgestellt, dass sich Sprache dank Twitter, Facebook und Co. schneller wandelt. Der Grund: Wer im Netz mitreden und auffallen will, greift auch gern mal zu kreativen Formulierungen. In seltenen Fällen – nennen wir sie US-Wahlkampf – kann das auch verbal ausarten. Generell aber trägt das Social Web zu mehr Wortvielfalt, nicht zu mehr (Wort-)Aggressionen bei. Werber finden daher auf den Social Media Plattformen häufig die richtigen Worte für ihre Kampagnen – sie müssen nur ihrer Zielgruppe zuhören. Leichter war es nie, ein gutes Kreativ-Briefing für die nächste Kampagne zu erstellen.

Schwerer ist und bleibt das Thema SEO-Optimierung. Nächstes Jahr wird es vor allem auf Tempo ankommen. Zumindest bei Google. APM – Accelerated Mobile Pages ist der Pace, den Google seit einigen Monaten vorgibt. Da Mobile die Desktop-Nutzung inzwischen überrundet hat, will Google bald auch Suchanfragen separat bearbeiten – getrennt für Mobile und Desktop. Wie genau Sie dann Ihre Webseiten für die Google Suche optimieren müssen, darüber kann man nur spekulieren. Fest steht, dass Sie als Website-Anbieter versuchen sollten, Ihre Ladezeiten gen Null hin zu optimieren.

Auch Beacons sollen nächstes Jahr im Aufwind sein – und Werbetreibenden neue Möglichkeiten geben, ihr Zielpublikum zu erreichen. Flughäfen, Handel, Sportstadien – es soll weltweit 11,8 Millionen Orte geben, die potenzielle Kunden tracken können. Doch nach wie vor kann dieser Schatz nur sehr schwer geborgen werden, denn Beacons funktionieren nur in Zusammenarbeit mit einer App. Und die haben die Kunden häufig nicht auf ihrem Smartphone installiert. Dennoch will das Proximity-Network Unacast Bewegungsmuster der Flugpassagiere an den Flughafen-Terminals erkennen und neue Werbemöglichkeiten erschließen. Unacast zufolge planen 49 Prozent der Flughäfen weltweit in den kommenden drei Jahren, Passagiere direkt auf ihren Handys zu kontaktieren. Mit persönlichen Nachrichten. Nun müssen sie sich nur noch einen guten Grund einfallen lassen, warum die Passagiere das zulassen sollten. Und vielleicht sogar die Flughafen-App installieren.

Ebenfalls zukunftsträchtig ist ein Experiment des amerikanischen Kaufhauses Macy aus New York, das sich per Virtual Reality nach China begeben hat. Anlass war der Singles Day, das chinesische Äquivalent zum Black Friday in den USA. 10 Tage lang konnten die Chinesen mit einer Papp-VR-Brille a la Google Cardboard durch Macy’s in New York schlendern und shoppen. Der Lohn: Ein Stück vom Kuchen der 17,8 Milliarden US-Dollar, die über die Plattform Alibaba am Singles Day eingenommen wurden. Da kommt einem Effizienzmodus einfach schön chinesisch vor.

Effizienzmodus für SEO und Virtual Shopping

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