Innovation | | von Annette Mattgey

Eblocker bietet werbefreies und anonymes Netz

Mit einer kleinen Hardware-Komponentelassen sich künftig alle Mobilgeräte in der Wohnung werbefrei halten. Dafür sorgt der Eblocker, der im Herbst auf den Markt kommen soll. Ab Juli kann der stationäre Eblocker als Kombigerät aus Open-Source-Hardware und Sicherheitssoftware vorbestellt werden. Er wird noch vor Weihnachten 2015 erhältlich sein. Dabei versucht Eblocker für weniger als 200 Euro ein Angebot aus Hardware und einem Jahr Software-Updates zu schnüren. " Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Vorbesteller ab, da wir erst dann konkret mit den Lieferanten verhandeln können", so das Unternehmen. Über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo ermöglicht es das Unternehmen, dass eine limitierte Anzahl an Eblockern zum Sonderpreis von 149 Euro offeriert wird.

Dass die Nutzer immer weniger Lust auf Werbung haben, darauf müssen sich die Mobile-Marketer einstellen. Dabei schmeißen ihnen nicht nur Apple und einige Mobilfunkanbieter Knüppel zwischen die Beine, sondern auch der Eblocker. Er blockiert sämtliche Drittanbieter-Dienste und Online-Werbung. Dies funktioniert völlig ohne Software-Installation auf allen Internet-Geräten und in sämtlichen Browsern und Apps. Das unterscheidet den Eblocker von konventionellen Browser-Plugins gegen Tracker und Online-Werbung wie sie etwa die Firma Eyeo mit Adblock Plus im Angebot hat.

Die Handhabung des Eblockers soll einfach sein. Auspacken, mit dem Heimnetzwerk verbinden, einschalten und schon ist die Privatsphäre gesichert. Eine Software-Installation auf jedem einzelnen Endgerät ist nicht notwendig. Allerdings lassen sich für jedes Familienmitglied persönliche Privatsphäre-Vorlieben einstellen. Ein Beispiel: Für die Spielekonsolen und Tablets von Kindern können ohne gesondertes Einloggen eigene Profile zugewiesen werden. So können Eltern gezielt und einfach jugendgefährdende Inhalte auf den Endgeräten ihres Nachwuchses vermeiden.

Der Eblocker aktualisiert jeden Tag automatisch seine Software und Filterlisten. Dazu greift Eblocker auch auf eigene Listen zurück und hat zudem lernfähige Verfahren entwickelt. Der Eblocker funktioniert mit jedem Internet-Provider und unterstützt sämtliche Betriebssysteme, Apps und Browser. So schützt er alle im Heimnetzwerk eingebundenen Endgeräte – egal ob Smartphone, Tablet, PC, Mac, SmartTV, Spielekonsole oder eine Internet-Watch.

Zusätzlich lässt sich verschleiern, von welcher IP-Adresse gesurft wird, indem sie über das Tor-Netzwerk  anonymisiert wird. Christian Bennefeld, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Eblocker erklärt: "Mit dem Eblocker wird anonymes Surfen mit einem Klick Realität. Erst die Kombination von Blockieren und Anonymisieren bietet umfassenden Schutz der Privatsphäre im Internet. Denn diese gehört den Nutzern und nicht den Internet-Konzernen."

Dabei hat der diplomierte Mathematiker Christian Bennefeld schon bisher auf das Wohl der Nutzer Wert gelegt, wenngleich er mit Etracking bei einem Unternehmen mitgearbeitet und heute noch Anteile hat, dass sich mit der Ausspähung der User beschäftigt. Dabei ist der Etracker die datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics. "Dass man Webseiten auch ohne Spionage intimsterDaten optimieren kann, haben wir schon mit Etracker bewiesen. Es geht dort zwar auch um Tracking, aber es findet keine Datenverknüpfung zwischen Websites statt und daher werden keine Website-übergreifenden Nutzerprofile angelegt", sagt Bennefeld heute. "Mit dem eBlocker erfülle ich mir meinen Lebenstraum, der Internetgemeinde die Hoheit über ihre Daten zurückzugeben."

Ab dem vierten Quartal 2015 wird die Vollversion des Eblockers als Kombination aus Software und Hardware für alle Nutzer erhältlich sein.

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