Trendvorschau | | von Irmela Schwab

Digitaltrends 2016: Virtual Reality ist zurück

Video, Video, Video: Alles, was sich bewegt, wird Sven Korhummel, Geschäftsführer der Digitalagentur Cyperfection, zufolge zum Trend im Digitalgeschäft 2016. Im Interview mit LEAD digital erzählt er, was dahinter steckt und welche Werbekunden den angesagten Mix an Social und Video schon gut umgesetzt haben.

Was sind die wichtigsten Digital-Trends fürs nächste Jahr?

Zum einen ganz klar Video Advertising – Was Facebook, YouTube und auch Bing seit geraumer Zeit anbieten, wird 2016 durch den Einstieg von Google nochmals einen deutlichen Boom erleben: Durch die Integration von Video Ads in die Suchergebnisse ergeben sich für Marketer völlig neue Möglichkeiten. Mit der steigenden Nutzung von Wearables kommen nun auch die bislang als eher wenig genutzter Service wahrgenommenen Digital Assistants wie etwa Siri oder Cortana vermehrt zum Einsatz: Das heißt, dass im kommenden Jahr neben dem klassischen SEO auch die Optimierung für diese Dienste immer wichtiger wird.

Welchen Trend der vergangenen Jahre hatten Sie eigentlich schon abgeschrieben? 

Ein Trend an dessen Erfolg fast niemand mehr glauben wollte, steht auch 2016 wieder auf der Agenda: Virtual Reality. Jedoch sprechen dieses Mal die Zahlen eine ganz andere Sprache – allein durch den Launch der Consumer-Variante der Oculus Rift, die Anfang 2016 erhältlich sein soll und sehnsüchtig erwartet wird, aber auch durch Facebook und andere große Anbieter, die in VR-Projekten investieren.

Welche versprechen ein besonders hohes Consumer Involvement - und warum?

Alle zuvor genannten Trends bieten hier großes Potential. Durch Virtual Reality lässt sich Digitales auf einer ganz neuen Ebene erleben – von Produktvorführungen und -tests bis hin zur interaktiven Werbung, kann der User aktiv mit einbezogen werden. Aber auch Video Advertising in sozialen Netzwerken, insbesondere durch den Einsatz von Storytelling, animiert User zum teilen, liken und kommentieren. 

Welche Medien treten dabei in den Fokus?

Soziale Netzwerke werden auch 2016 im Fokus stehen, dabei sind künftig vor allem neben etablierten Kanälen wie Facebook und YouTube auch – je nach Zielgruppe – Snapchat und Vine nicht zu vernachlässigen. Schon jetzt erleben diese ein starkes Wachstum und werden als Videoplattformen 2016 ohne Zweifel zunehmend an Bedeutung gewinnen. Einige Unternehmen haben sich diese speziellen Formate bereits zunutze gemacht und Zielgruppen kreativ und auf neue Weisen erreicht. Es ist immer mehr zu beobachten, dass der Trend zu simpleren Netzwerken geht, die sich auf wenige Funktionen, Bild und/oder Video fokussieren. 

Welche guten Best Cases gibt es bereits als Anhaltspunkte dafür?

Dass Vine sich definitiv für Marketing eignet, hat Coca-Cola in diesem Jahr gezeigt, indem der Getränkegigant mit bekannten Vinern im Rahmen der #ShareACoke Kampagne zusammenarbeitete. So erreichte die Marke deren Follower in Höhe von 2 - 4 Millionen Nutzern. Wie gut Werbung auf Snapchat funktionieren kann, hat auch Audi mit seiner Superbowl-Kampagne bewiesen: Statt neben vielen Konkurrenten in den Werbepausen TV-Spots zu schalten, hat sich der Autobauer das Surfverhalten der Zielgruppe zunutze gemacht und so mehr als 100.000 Views auf Snapchat erreicht und zusätzlich 5.500 neue Snapchat-Follower allein am Tag des Spiels generiert.

Digitaltrends 2016: Virtual Reality ist zurück

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