Thema des neuesten Snapshots: Die permanente Transformation.
Thema des neuesten Snapshots: Die permanente Transformation. © Foto:Roland Berger

Snapshot | | von Ralph-Bernhard Pfister

Digitale Transformation: Nur 12 Prozent haben es gefühlt im Griff

Immer mehr Kanäle, Plattformen und Touchpoints. Immer mehr Tools, Aufgaben und Daten. Und ganz andere Arbeitsweisen. Unter dem Schlagwort digitale Transformation warten ein Haufen Aufgaben auf Kommunikatoren und Marketer. Und vor allem ein dauernder Prozess. Wirklich gut aufgestellt fühlen sich gerade einmal 11,6 Prozent, wie die Trendaussagen der Befragung Snapshot (Eine Initiative von Roland Berger, Münchner Gespräche sowie W&V) zeigt.

Über ein Drittel der Befragten beklagt, dass durch zusätzliche Aufgaben und Leistungen die Zeit für strategische und intensive konzeptionelle Aufgaben fehlt. Ein weiteres Drittel sieht die Ausstattung verbessert, schraubt aber noch am Knowhow-Aufbau und sieht den Prozess noch bei weitem nicht abgeschlossen. Fast ein Fünftel sieht sich aktuell überfordert.

Fragestellung und Ergebnisse:

Heute müssen Marketing- und Kommunikationsexperten permanent und sekundenschnell handeln. Echtzeit ist das Stichwort, hunderte Kanäle und Plattformen werden beobachtet und mit Informationen versorgt. Nie gekannte Datenmengen werden gesammelt und analysiert. Zudem gibt es andauernd neue Werkzeuge und Aufgabengebiete (Content, Proximity, Performance, Database Communications, Social Pull Marketing, Nano-Campaigning).Schließlich fordert der digitale Wandel eine Mentalitätsveränderung: die Zusammenarbeit der Mitarbeiter sollten heutzutage auf den Prinzipien Vernetzung, Offenheit und Partizipation beruhen - quer durch alle Hierarchien und Fachbereiche. Bewältigen Sie die erhöhten Anforderungen? Wird die permanente Transformation bewältigt?

19,2 Prozent: Mitarbeiter und Budget haben sich in den letzten Jahren kaum verändert - aber die Anforderungen, die höhere Komplexität, das Aufgabenvolumen führen derzeit zur Überforderung.

34,6 Prozent: Der Fachbereich hat im Laufe der jüngeren Vergangenheit erheblich mehr zu leisten und auch neue anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen. Für strategische und intensive konzeptionelle Aufgaben reicht die Zeit kaum mehr.

34,6 Prozent: Die Ausstattung (Ressourcen, Plattformen…) wurde teilweise verbessert, aber das neu notwendige Knowhow ist noch nicht vorhanden, der Change-Prozess noch bei weitem nicht abgeschlossen.

11,6 Prozent: Budget und Struktur wurden den neuen Anforderungen angepasst. Die digitale Transformation haben wir gegenwärtig im Griff.

An der den Trendaussagen zugrundeliegenden Befragung nahmen 52 Personen Teil, drei Viertel davon Marketing- oder Kommunikationschefs, den Rest stellen kreative Köpfe aus Agenturen, Verbänden und Beratungen dar.

Digitale Transformation: Nur 12 Prozent haben es gefühlt im Griff

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