Diese 4 Köpfe stecken hinter Twitter
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10-jähriges Jubiläum | | von Deutsche Presse-Agentur

Diese 4 Köpfe stecken hinter Twitter

In der offiziellen Geschichtsschreibung von Twitter, das heute vor zehn Jahren startete, spielen drei Gründer die Hauptrolle. Es gibt aber noch einen, der seinen Anspruch reklamiert. Die vier Köpfe im Kurzporträt.

Jack Dorsey (39) gilt als Twitter-Erfinder und wurde 2007 der erste Chef der Firma. Doch er war damals laut Erinnerungen von Weggefährten dem Job nicht gewachsen. Für böses Blut soll etwa gesorgt haben, dass er sich am frühen Nachmittag zu Yoga-Kursen oder Zeichen-Stunden aufmachte. Dorsey, der sich auch schon als Masseur versucht hatte, verlor den Job, verließ Twitter und gründete den Mobil-Bezahldienst Square. Dort reifte er als Manager, so dass er seit vergangenem Herbst mit Twitter und Square zwei börsennotierte Unternehmen gleichzeitig führen darf.

Evan Williams (43) war schon vor Twitter ein bekannter Internet-Unternehmer. Er stand hinter der Blog-Plattform Blogger, die 2003 von Google gekauft wurde. Das die Begriffe "Blog" und "Blogger" populär wurden, ist auch Williams zu verdanken. Danach gründete er gemeinsam mit Biz Stone die Podcasting-Firma Odeo. Weil die Idee mit den Podcasts nicht so recht zünden wollte, gab es auch ein kleines Nebenprojekt - Twitter. Dorsey wurde erster Chef, im Oktober 2008 wurde er aber im Chefsessel durch Williams ersetzt. Zwei Jahre später ging der CEO-Posten an Dick Costolo weiter. Williams verließ Twitter, auch wenn er einer der größten Aktionäre blieb. 2012 gründete
Williams die Medienplattform Medium, auf der jeder Artikel veröffentlichen kann.

Biz Stone (42) arbeitete für Google, bevor er sich auf das Podcasting-Projekt mit Williams einließ, aus dem schließlich Twitter hervorging. Im Gegensatz zu seinen Mitgründern hatte Stone keine Ambitionen auf den Chefposten. Aber er versuchte sich als Wagniskapitalist und investierte unter anderem in Dorseys Bezahldienst Square, den Anbieter vernetzter Thermostate Nest und den Uber-Konkurrenten Lyft. 2012 gründete er eine neue eigene Firma Jelly - eine Plattform, bei der Nutzer alle möglichen Fragen stellen und
beantworten können.

Noah Glass verkündet in seinem Twitter-Profil immer noch schlicht "I started this" - "ich habe das ins Rollen gebracht". In einem Interview mit dem Blog "Business Insider" erzählte Glass, er sei als einer der Odeo-Mitgründer von Anfang an auch maßgeblich bei Twitter involviert gewesen - und habe auch den ursprünglichen Namen "Twttr" vorgeschlagen. Ihm sei auch die Leitung des Projekts in der Anfangszeit übertragen worden. Aber auch Glass bestreitet nicht, dass die Grundidee für Twitter von Dorsey kam.

Twitter gratuliert sich heute selbst mit diesem Tweet:

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