Werbefalle Mobile | | von Anja Janotta

Die typischen Stolperfallen von Mobil-Werbung

Nur fünf Prozent des Online-Werbebudgets entfallen auf Mobile - angesichts der immer größeren Nutzungsdichte von Smartphones ist das erschreckend wenig. Zumal die Smartphones auch gerne zuhause statt des PCs benutzt werden - und für die Marketer damit ein Werbekanal schleichend an Bedeutung verliert. Das US-Blog "Mashable" hat zusammengefasst, woran es liegt, dass sich die Marketer mit der Werbeform Mobil noch so hart tun.

Grund 1: Die Cookies fallen für die Marketer weg: Damit können Marketing-Experten natürlich weitaus weniger ihre potenziellen Empfänger clustern, sie wissen weniger über ihre Aktivitäten, über ihre Vorlieben, die Konsumgewohnheiten. Damit lässt sich auch Werbung weniger gut mass-schneidern.

Grund 2: Rich-Media-Werbung wird weniger eingesetzt. Eben weil die Internetverbindung der Smartphones und Tablets immer noch ein bisschen instabiler ist als die feste von zuhause aus, werden wir an den mobilen Endgeräten auch weniger Werbeformen ausgesetzt, die ein bisschen mehr Speicherplatz kosten. Auch die kleineren Bildschirme sind für Rich Media-Formate schwierig.

Grund 3: Die Medien-Nutzung ist anders. Nutzer lesen nicht mehr hier und gleich, sondern sie laden sich Content beispielsweise aufs Tablet herunter, um ihn später zu lesen. Weil aber Rich-Media-Formate selbst Download-Kapazität fressen, sind sie in weniger beliebt. Oder die Werbeformen werden wieder eher statisch - wie bei Print. Buttons wie "Jetzt kaufen" sind häufig inaktiv.

Grund 4: Apps werden immer beliebter und nehmen mehr Zeitbudget der Nutzer in Anspruch. Das App-Vertising steckt aber immer noch in den Kinderschuhen.

Grund 5: Messbarkeit. Für die Anbieter von Mobile-Werbung gibt es nahezu keine echte Messgröße wie eine Click-through-rate o.ä. Sie können kaum nachweisen, dass Käufe auf Werbung zurückzuführen ist, die auf ihren Plattformen ausgeliefert wurde.

Grund 6: Die vielen unterschiedlichen Plattformen machen es den Anbietern von Mobile-Werbung zusätzlich schwer, ihre Landing-Pages müssen für alle Geräte (Android, Apple, Tablet oder Smartphone) optimiert sein. Außerdem werden Tablets und Smartphones mit unterschiedlichen Anforderungen genutzt: Bei ersteren zählen Inhalte, beim zweiten ist eher eine zielgerichtete, service-orientierte Nutzung vorrangig. So sucht man beispielsweise nach einem geeigneten Restaurant oder Shop via Handy.

Die typischen Stolperfallen von Mobil-Werbung

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