Laufen als Competition - Mizuno nutzt einen Urtrieb des Menschen.
Laufen als Competition - Mizuno nutzt einen Urtrieb des Menschen. © Foto:F/Nazca Saatchi & Saatchi / Youtube Screenshot

Kampagne von Mizuno | | von Markus Sekulla

Die Lust am Laufen

Sich miteinander zu messen liegt in der Natur des Menschen. Dabei kommt es oft gar nicht darauf an, worin man seine Fähigkeiten vergleicht. Hauptsache: Competition. Das kann Kirschkern-Weitspucken sein oder Baumstamm-Weitwurf. Manche schwimmen auch durch den Ärmelkanal oder nehmen an Mathe-Olympiaden teil. 

Eine unserer wichtigsten Disziplinen ist das Laufen und das schon seit der Jagd auf Mammuts. Wer schnell und/oder ausdauernd war, hatte seinen Höhlenbuddies etwas voraus. Schließlich muss man nicht schneller sein als der Bär, sondern nur als die Kumpels.

Heutzutage ist schnelles Laufen nicht mehr zwingend überlebenswichtig, aber es liegt voll im Trend. Ich behaupte mal, dass ein Marathon auf mindestens jeder zweiten Bucket-List steht. Mizuno, ein japanischer Hersteller von Sportkleidung, nutzt die Lust am Wettkampf in einer kleinen aber feinen Kampagne in Brasilien, ohne dass #Rio2016 offiziell dran stehen dürfte.

Das Prinzip ist einfach umrissen und erinnert so ein wenig an Runtastic mit etwas mehr Wettkampf. Zwischen zwei Bushaltestellen wurde eine virtuelle Laufstrecke errichtet, die man mit dem Smartphone ablaufen und sich dabei mit den anderen Teilnehmern messen kann. Zugegeben, nicht die schönste Strecke. Nach einem erfolgreichen Lauf hat man sich im Netz und an der Bushalte verewigt. Die übliche Social Media Integration - Fordere deine Freunde heraus - gab es außerdem.

Die Kampagne ist mit bislang 83 Teilnehmern nicht besonders hoch geflogen und trotzdem hat die Idee damals im Mizuno + F/Nazca Saatchi & Saatchi Meeting sicher gut geklungen. Und smart ist das Konzept sicher auch. Wir haben immer unser Handy dabei, wir vergleichen uns gerne und lieben es uns zu verbessern. Ein guter Ausgangspunkt also. Die Verknüpfung zwischen Laufen und Smartphones hat bei den Running-Apps schon hervorragend geklappt, obwohl (es auch mit Gürtel am Arm) ein absoluter Pain ist die Dinger mitzunehmen. Vielleicht war es doch nicht die richtige Strecke oder der Registrierungsprozess war zu aufwändig... Wenn das mal jemand in Düsseldorf aufbaut, dann hole ich die Schuhe aus dem Keller.

Markus Sekulla arbeitet als Kreativ- und Digitalberater in Düsseldorf und wo er sonst noch gebraucht wird. Von deutschen Agenturen wird er u.a. als Trendscout gebucht. Außerdem ist er einer der Macher von Mobilegeeks. In seinem W&V-Blog #digitalglobetrotter schreibt er über beispielhafte internationale Kreationen. Sachdienliche Kreativ-Hinweise nimmt Markus Sekulla gern unter markussekulla@gmail.com entgegen.

Die Lust am Laufen

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