Bitkom | | von Franziska Mozart

Deutschland wird Smartphone-Land

Das Smartphone wird massentauglich. Schon 40 Prozent der Deutschen über 14-Jahren besitzen eins. Bei den 14 bis 29-Jährigen sind es sogar 60 Prozent. Dementsprechend steigt die Zahl der verkauften Geräte an. Laut Bitkom werden 2013 in Deutschland 26 Millionen Geräte über den Ladentisch gehen – 23 Prozent mehr als noch 2012. Im Vorjahr wurden erst 22 Millionen Geräte abgesetzt.

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones schlägt sich auch beim Umsatz nieder: In diesem Jahr rechnet der Branchenverband mit 8,4 Milliarden Euro. Das wäre eine Steigerung von 12 Prozent gegenüber 2012, als der Umsatz mit Smartphones bei 7,5 Milliarden Euro lag. Seit 2010 sind Umsatz und Absatz von Smartphones durchschnittlich um rund 37 Prozent pro Jahr gestiegen.

Für viele Nutzer ist die Kamera ein wichtiges Tool an ihrem Smartphone. 40 Prozent machen mit ihrem Gerät Schnappschüsse im Alltag. Auch zum Musikhören (78 Prozent) und Videoschauen (29 Prozent) wird es intensiv genutzt. 

Die Bitkom-Zahlen stammen aus einer Untersuchung des European Information Technology Observatory (EITO), das in einer repräsentativen Studie 1.004 Personen ab 14 Jahre befragte.

Weitere Zahlen liefert das Marktforschungsinstitut Comscore, aus denen "Focus" in seiner aktuellen Augabe. Großer Gewinner in Deutschland ist demnach Samsung. Das südkoreanische Unternehmen hat seinen Anteil an eingesetzten Smartphones in Deutschland erstmals über 40 Prozent gesteigert. Vor zwei Jahren hatten erst 13 Prozent der Smartphone-Besitzer ein Samsung-Gerät. Entsprechend steigerte Samsung auch seine Werbeausgaben in Deutschland. Der gesamte Konzern steigerte seine Bruttowerbeausgaben 2012 um über 50 Prozent gegenüber 2011. Allein für die Kampagne zum neuen Galaxy S4 investierte Samsung einen zweistelligen Millionen-Betrag an Media-Budget.

Größter Verlierer bei den Markanteilen ist der finnische Anbieter Nokia, dessen Anteil in diesem Zeitraum von 33 auf elf Prozent absackte. Allerdings stagnieren die Zahlen inzwischen und gehen nicht weiter zurück. Offenbar greifen in Deutschland inzwischen viele Erstkäufer, die von einem klassischen Handy auf ein Smartphone umsteigen, zu einem günstigen Nokia-Gerät. Nokia hatte sein Handygeschäft in der vergangenen Woche an Microsoft verkauft.

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