Mobile Trends | | von Irmela Schwab

Deep Linking: So wirkt Werbung fürs Smartphone

Wie gewonnen, so zerronnen? Marktforscher Gartner hat für den aufkeimenden Markt der mobilen Werbespendings eine Wachstumsentschleunigung festgestellt. Das weltweite Volumen soll dieses Jahr aber auf  immerhin 18 Milliarden Dollar steigen. Im vergangenen Jahr waren es 13,1 Milliarden Dollar, 2017 sollen es dann 41,9 Milliarden werden. Dafür sollen neue Targeting-Technologien und Standars sowie eine Marktbereinigung der Dienstleister im Werbemarkt sorgen. Momentan liegt das Problem offenbar an der noch übersichtlichen Anzahl an Werbeflächen, die der explodierenden User-Nutzung und steigenden Nachfrage an Werbeauslieferungen nicht gerecht werden.

Dabei spielt hinein, dass noch nicht klar ist, wie Werbung auf Mobilgeräten eigentlich aussehen soll, wenn sie beim User erfolgreich wirken soll. David Berkowitz, CMO bei Publicis-Tochter MRY in New York (Bild), hat dazu auf der CES 2014 einige interessante Notizen gemacht, wie sich führende Mobile-Experten die Zukunft der Werbung auf Handys und Tablets vorstellen - hier die Zusammenfassung:

1. Inhalte statt Werbung: Während Googles Ziel ist, die "globalen Informationen zu organisieren und sie universell zugänglich und nutzbar zu machen" und damit auch Werbung meint, die im Kontext des User für Nutzen sorgt, fordern auch Twitter und Facebook ihre Werbekunden auf, ihre Ads in Form von Content-Tweets zu verbreiten. Stichwort: Native Advertising.

2. Etablierte Grenzen weichen auf: Auf mobilen Geräten verschwimmen die Grenzen zwischen Branding und Abverkauf respektive Performance. Kreative Formate können nun besser gemessen werden, während Performance Ads besser performen, wenn sie kreativer gestaltet sind. Dabei muss sich mobiles Branding gegen traditionelle Medien durchsetzen, wie zum Beispiel TV. Kreativität ist für mobile Werbung so gesehen ein leichtes - hat es doch Foto und Video ganz selbstverständlich mit im Boot. Mit Instagram und Vine können Marketer diese Optionen nutzen, und Ads in Geschichten verwandeln.

3. Auf der Performance-Seite heißt der Trend: Deep Linking. Darüber sollen Ads erkunden, ob der Konsument bereits eine bestimmte App installiert hat, damit er sie dann zu weiteren Seiten innerhalb dieser App führen kann. So würden sich Apps nahtlos in das digitale Imperium anschließen. Denn, so das Fazit, bisher sind (mobile) Websiten und Apps noch recht unzureichend miteinander verlinkt.

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