Flinc-Gründer Klaus Dibbern, Susanne Hahn (Daimler) und Jörg Lamparter (Daimler).
Flinc-Gründer Klaus Dibbern, Susanne Hahn (Daimler) und Jörg Lamparter (Daimler). © Foto:Daimler

Mobility | | von Ulrike App

Daimler übernimmt Startup Flinc

Der Automobilkonzern Daimler legt sich ein weiteres Startup zu: die Firma Flinc mit Sitz in Darmstadt. Das Unternehmen bietet adressgenaue Tür-zu-Tür-Mitfahrgelegenheiten an. Die Darmstädter hatten die Plattform im Jahr 2011 gelauncht. Laut Daimler-Angaben sind inzwischen rund eine halbe Million Kunden bei dem Anbieter registriert. Die Mitfahrlösung ist unter anderem bei Free-Floating-Carsharing-Plattformen, in Apps des öffentlichen Nahverkehrs sowie in App-basierten Navigationssysteme präsent. Auch zahlreiche Unternehmen setzen Flinc ein, um die Mobilität der Mitarbeiter abseits der klassischen Dienstautos zu sichern.

Flinc wird trotz der Übernahme durch den Konzern eigenständig fortgeführt, wie Daimler versichert. Die Gründer Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner bleiben im Führungsteam. Daimler bezeichnet Flinc "als Pionier bei der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit" ("Dynamic Ridesharing"). Im Gegensatz zu traditionellen Mitfahrzentralen vermittelt das Startup kurze Fahrten dynamisch und von Tür zu Tür.

"Die Möglichkeiten der Fortbewegung sind so vielfältig wie die Mobilitätsanforderungen unserer Kunden. Ob flexibles Carsharing, Ride-Hailing oder Mitfahrgelegenheiten von Tür zu Tür. Wir bieten mit unseren Mobilitätsdiensten passgenaue Lösungen. Mit flinc nehmen wir ein sehr gut eingespieltes Team auf, das wertvolle Erfahrungen im Bereich Mitfahren auf Kurzstrecken einbringt", so Jörg Lamparter, der als Head of Mobility Services für alle Mobilitätsdienste der Schwaben zuständig ist.

Zum Daimler-Reich gehören unter anderem das Carsharing-Angebot Car2go, die Mobilitätsplattform Moovel und die Taxi-App Mytaxi. Daneben hält der Konzern Beteiligungen an Blacklane, Careem, FlixBus, Turo und Via. Daimler spricht von 15 Millionen Kunden in über 100 Städten in Europa, Nordamerika und China.

Die Leiterin des hauseigenen Inkubators Lab1886, Susanne Hahn, erklärt den Kauf: "Bei neuen Projekten stellen wir uns immer zwei Fragen: Entwickeln wir das Geschäftsmodell selbst oder gibt es bereits passende Lösungen auf dem Markt." Und Flinc konnte Daimler anscheinend überzeugen.

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