US-Event | | von Irmela Schwab

CES-Keynote von Qualcomm-Chef Jacobs: "Wir sind mobile Natives"

Mens sana in corpore sano - bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas sind sowohl technologischer Esprit als auch reichlich Sportgeist gefragt: Am Flughafen angekommen, geht es damit los, sich in eine Reihe mit sechs Schleifen à hundert Metern für sein Taxi anzustellen. Schließlich fluten die Stadt zu Zeiten der weltgrößten Elektronik-Messe rund 150.000 Besucher. Und viele reisen so an, dass sie pünktlich zur Pre-Show-Keynote ankommen.

Die Eröffnung, jahrelang Microsoft-Bossen wie Bill Gates und Steve Ballmer vorbehalten, wurde in diesem Januar erstmals von Paul E. Jacobs gehalten, einem CES-Connaisseur und sowohl CEO als auch Chairman des Chips-Herstellers Qualcomm. Vor einem überfüllten Konferenzsaal im Venetian Hotel verkündete er: „Wir sind mobile. Wir alle sind die mobile Natives - die Generation M.“ Wer über den Hashtag #bornmobile erklärte, was es bedeute dieser Spezies anzugehören, bekam die Chance, ein Mobiltelefon mit Snapdragon zu gewinnen, Qualcomms Mikrochip.

Dessen neue Version in Szene zu setzen, war an diesem Abend Jacobs Aufgabe. Doch bevor er damit starten konnte, tauchte plötzlich ein alter Bekannter auf der Bühne auf: Steve Ballmer. Das Publikum jubelte. Die Überraschung war gelungen. Gemeinsam beschworen die beiden Microsoft-Produkte wie das Windows Tablet, das „das Beste aus beiden Welten, PC und Tablet vereint“, so Ballmers Versprechen. Die Entwicklerszene jedenfalls sei begeistert: Allein im vergangenen Monat seien rund 10.000 neue Apps für das neue Device entwickelt worden.

Mit ebenso lobenden Worten äußerte sich Jacobs über den neuen Snapdragon 800 Prozessor als „den fortgeschrittenen wireless Prozessor, der jemals gebaut worden ist“. In der zweiten Jahreshälfte sei der Chip in allen Mobilgeräten installiert, die mit Qualcomms Unterstützung gefertigt sind. Der stolze CEO holte unter anderen auch den Filmemacher Guillermo del Toro auf die Bühne: Gemeinsam zeigten sie an Blockbustern wie Pacific Rim, wie der klitzekleine, doch wundersame Chip aus HD das sogenannte Ultra HD mit schärferen Bildern und besserem Sound machen kann. Im Kino und Fernsehen - aber eben auch auf dem Tablet und Smartphone.

Jacobs weitere Innovationen in diesem Jahr tragen den Stempel des „digital sixth sense“. Diesen will er Film, Gesundheit, Autos und dem Handel aufdrücken. Über Technologien Augmented Reality und Location basierten Systemen sollen smarte Apps seinem Besitzer dabei helfen, Gegenstände in seiner Umwelt zu identifizieren und Aufgaben für ihn zu lösen. Beispiel ist eine Lern-App, die der Chips-Hersteller mit seinem Produkt Vuforia für die Sesamstraße mitentwickelt hat: Über den Scan einer des Wortes Milch auf einer Milchtüte kann ein Kind, das noch nicht lesen kann, erfahren, ob es richtig geraten hat. Ein lautes Vorsagen des gesuchten Wortes aktiviert die Audio-Funktion der App (siehe Bild). „Die reale Welt wird klickbar - die physische verschmilzt mit der digitalen Welt“, erklärte der Qualcom-Chef begeistert. Über das gesamte neue Portfolio können Sie sich hier informieren.

Zum Abschluss der Pre-Show-Keynote konnten die CES-Besucher dann endlich zurücklehnen, entspannen und genießen. Die Band Maroon5 eroberte die Bühne - ganz ohne technologische Effekte. Nur Gitarre und Stimme pur.

CES-Keynote von Qualcomm-Chef Jacobs: "Wir sind mobile Natives"

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