Mobile Geschäftsmodelle | | von Irmela Schwab

CES-Experten: „Mobile als Start für etwas Größeres“

Mobile wird die Welt verändern: Ein Motto, das Marketer, Agenturen, Medien und Forscher auf der CES 2013 beschwören, und das unisono. In Konferenzzimmern kommen sie zusammen, um fernab des Rummels in den großen Hallen des Las Vegas Convention Center Status quo und Zukunft ihrer Branche zu besprechen.

Mark Donovan zeigte wie sehr Tablets den Konsum von Medien und Entertainment verändern. „Tablet sind Entertainment-Maschinen“, sagte der Senior Vice President beim US-Marktforscher ComScore. Aufgrund seiner Größe werden dort mehr Spiele abgerufen, TV-Episoden und Filme geguckt als via Mobiltelefon. Und während Smartphones „always on“ sind, vor allem aber von sieben bis zehn Uhr morgens Hochkunjunktur haben, schlägt die Stunde von iPad & Co. abends von 17 Uhr bis Mitternacht. „Ihre Prime Time haben die Geräte von 20 bis 24 Uhr“, sagt Donovan. Dass die mobilen Geräte daher nicht als Zusatzmedium zum Desktop PC - der übrigens zwischen 10 und 17 Uhr insbesondere beruflich eingesetzt wird - verstanden werden dürfen, zeigt für den Forscher auch, dass Radio-Streaming-Service Pandora nahezu nur mobil abgerufen wird.

Für die steigende mobile Fan-Gemeinde die richtigen Business-Modelle aufzuspüren, ist jedoch nicht leicht. Die Monetarisierung mobiler Services und Produkte über Werbung genauso wenig. Eine ganz neue Herangehensweise ist gefragt - und die hat mit herkömmlicher Banner-Schaltung nur wenig zu tun, findet David Berkowitz, Vice President Emerging Media bei der zur Dentsu Group gehörenden Digitalagentur 360i. „Wie einfach wäre es, wenn Mobile eine Verlängerung des Desktop-Programms wäre.“ Aber Mobile sei nun mal nicht nur digital - und eigne sich innerhalb einer integrierten Kampagne daher auch nicht dafür, Klicks zu intensivieren.

Viel stärker noch als es bei Online-Werbung der Fall ist, müsse mobile Werbung mit Content verknüpft sein, fordert Alastair Green, Executive Creative Director Team One. Dass Location Based-Services daher eine der Killer-Applikation sind, darin stimmen die Experten überein. Dass 65 Prozent aller Suchen von Handy aus gestartet werden, dürfte die Entwicklung noch befachen. Der Valentinstag 2012 stellte für Grace Dolan, Head of Mobile Solutions North America bei Google, eine Art Momentum dar: Am Tag der Liebe übertraf die mobile Suche nach Restaurants erstmals die Recherche über den Desktop-PC. In diesem Jahr, so Dolan, werde sich diese Entwicklung nun weiter fortsetzen. Vorausgesetzt es gelingt den Mobilgeräte-User „wunderschöne Nutzungserlebnisse“ zu bescheren. 

Dieser Ansatz ist für Alexandre Mars (Bild) allerdings noch nicht genug. Er spüre deutlich, verkündete der Head of Mobile der Publicis Groupe und CEO von Phonevalley, dass sich die mobile Weisheit längst nicht erschöpft hat. „Mobile ist dafür da, um etwas viel Größeres und Bedeutsameres entstehen zu lassen.“

CES-Experten: „Mobile als Start für etwas Größeres“

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