Interview | | von Annette Mattgey

Burkhardt: "Red Bull interessiert sich nicht für Syrien"

Von Allianz bis Volkswagen reicht die Kundenliste von KircherBurkhardt. Die Berliner Agentur hat sich auf Content Marketing spezialisiert. Geschäftsführer Rainer Burkhardt spricht exklusiv im LEAD digital-Interview über die richtigen KPIs und warum Red Bull keine Tageszeitung ersetzen kann.

Wie lange braucht eine Content-Marketing-Strategie, bis sie beim Verbraucher haften bleibt? Und wie hoch liegen die Kosten?

Klar ist, dass Content -Marketing länger braucht, um Wirkung zu entfalten, als andere Werbeformen. Dafür ist die dann aber deutlich längerfristig: Einmal erstellte Inhalte bleiben im Web erhalten und auffindbar, können auch nach Monaten und Jahren noch geteilt werden. Das ist ein großer Vorteil. Die Kosten hängen dabei ganz vom Briefing des Kunden ab – ein Autohändler kann ja auch nicht pauschal beantworten, was ein Auto kostet.

Gibt es eine Regel, wie man die Inhalte auf die diversen Kanäle verteilt?

„Regel“ ist vielleicht etwas streng, aber Lesestücke sind im Web und auf dem Smartphone natürlich etwas kürzer, während man gedruckt und auf dem Tablet gern länger sein darf. Bei Online-Kanälen kommt hinzu, dass die Inhalte teilbar sein und zur Interak­tion aufrufen müssen.

Wie messen Sie den Erfolg von Content-Marketing?

Zalando misst in Verkäufen, Volkswagen in Lead-Qualifizierungen, Microsoft und IBM in Whitepaper-Downloads – die KPIs definiert also das Unternehmen und stimmt seine Content-Strategie darauf ab.

Sehen wir in Zukunft überhaupt noch Hochglanz­broschüren?

Die wird es weiter geben. Gerade für hochpreisige Produkte sind sie sinnvoll. Aber auch diese Broschüren können inhaltlich noch mit Content-Marketingelementen bestückt werden. Wieso beschreibt da ein Werbetexter in blumigen Worten das Design, anstatt den Designer selbst in einem Interview erklären zu lassen, was ihn zu seiner Arbeit inspiriert hat?

Mit Blick auf Red Bull wurde schon die Frage aufgeworfen, ob Medien bald überflüssig sind. Was meinen Sie?

Nein. Red Bull wird sich nie für die Feinheiten der Auseinandersetzung in Syrien interessieren. Eine Gesellschaft, in der alle Medien fest in die Hand von Marken wandern, bekommt Probleme.

Rainer Burkhardt ist Geschäftsführender Gesellschafter der Berliner Agentur Kircher-Burkhardt. Zuvor hat er Erfahrungen bei Unternehmen wie DDB, Grey und BMZ gesammelt.

Das vollständige Interview sowie die Titelgeschichte lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von LEAD digital 06/2013: Content Marketing - Hype oder Hoffnung? Wir zeigen, mit welcher Strategie Red Bull, Coca-Cola,Tengelmann u.a. erfolgreich sind. Sichern Sie sich jetzt die Anregungen für Ihr Business und bestellen 6 Ausgaben LEAD digital für nur 31 € und erhalten Sie dazu das Buch "Follow me!" for free.

Burkhardt: "Red Bull interessiert sich nicht für Syrien"

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