Computer Bild-Test | | von Annette Mattgey

Billig-Tablets schwächeln bei Bildern und Videos

Noch lassen die Billig-Alternativen von iPad & Co. zu wünschen übrig. Die Fachzeitschrift Computer Bild nahm sieben Geräte unter 200 Euro unter die Lupe. Am besten schnitt das Trekstor SurfTab ventos 10.1 (Bild) ab. Microsoft-Geschäftsführer Oliver Kaltner prophezeit den günstigen Tablets große Wachstumschancen. Bei der Qualität müssen sie allerdings noch nachlegen. Sieben aktuelle 10-Zoll-Tablets ab 189 Euro mussten sich mit dem Samsung Galaxy Tab 10.1N (Testergebnis: 2,39; Preis: 449 Euro) messen lassen. Mit den getesteten Tablets lassen sich E-Books lesen, Fotos anschauen, im Internet surfen oder Videos auf YouTube anschauen. Verarbeitungsqualität und Design reichen nicht an das Samsung-Modell heran.

Unsinnig platzierte Bedienelemente störten die Tester ebenso wie scharfkantige Gehäuse, große Spaltmaße oder labbrige Tasten. Die Displays der Tablets von NextWolf und Samsung zeigen Farben natürlich und verwöhnen mit hoher Bildschärfe. Bis auf das Trekstor-Tablet boten die Lautsprecher aller Tablets lediglich mäßige Klangqualität.

Bei den Tempo-Tests schnitten die günstigen Tablets teils besser ab als ein Galaxy. Kein Wunder, haben doch alle Testkandidaten einen Cortex-A9-Prozessor an Bord. Doch beim Alltagstest zeigte sich ein anderes Bild: Das Blättern durch die App-Sammlung oder das Fotoarchiv funktionierte mit dem Samsung flüssiger. Auch die Kamera des Samsung ist besser, Videoaufnahmen oder Videotelefonate per Skype machen mit keinem der Billig-Tablets Spaß - die Kameras sind unterirdisch. Die Tablets nehmen im Schnitt nur elf Bilder pro Sekunde auf, Aufnahmen erscheinen blass und ruckelig.

Deutliche Unterschiede machten die Tester bei der Akkulaufzeit aus: Während die Tablets von Trekstor und Samsung mehr als 13 Stunden ohne Steckdose auskommen, schafft das Test-Schlusslicht NextWolf nur siebeneinhalb Stunden. Lebensgefährlich: Bei den Tablets von i.onik und NextWolf drohen wegen schlecht konstruierter Ladegeräte elektrische Schläge - Computer Bild wertete sie deshalb auf "mangelhaft" ab. Diese und zwei weitere Modelle tragen außerdem das CE-Zeichen zu Unrecht, weil sie andere Geräte mit Funkwellen stören. In Europa dürften sie nicht verkauft werden.

Einziger Lichtblick bei den Billig-Tablets war das  Trekstor SurfTab ventos 10.1 (Testergebnis: 2,63). Der Test- und  Preis-Leistungs-Sieger kostet rund 200 Euro und ist trotzdem annähernd so gut wie das mehr als doppelt so teure Samsung-Tablet. Weitere Infos zu Tablets bietet Computer Bild auf seiner Website an.

Billig-Tablets schwächeln bei Bildern und Videos

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