Teradata Partner Conference | | von Irmela Schwab

Big Data erfordert Paradigmenwechsel

Kleine Brücken, verwinkelte Gehwege und dazwischen Bäume, Wasserfälle und Restaurants. Diese verspielte Umgebung des Convention Center in Nashville hat Teradata gewählt, um fünf Tage lang über datenbasiertes Marketing zu sprechen. So oft sich die angereisten rund 4.000 Gäste zur Teradata 2014 Partner Conference & Expo im Gebäude im Las Vegas-Stil verirrten, so verwirrend - und darüber wird an diesen Tagen viel gesprochen - mutet auch der "Big Data-Zoo" an. Die einzelnen Data Management Plattformen bis hin zu CRM-Systemen kommunizieren noch nicht richtig miteinander. Doch ist es für Lisa Arthur, CMO Teradata Applications, ein absolutes Muss, die Systeme miteinander zu verbinden. "Nur so lässt sich aus den vorhandenen strukturierten und unstrukturieren Daten etwas Sinnvolles ableiten, um daraus ein datenbasiertes Marketing zu betreiben."

Für dieses Ziel hat der amerikanische Datawarehouse- und Multichannel Campaign-Dienstleister vier neue Produkt­erweiterungen für seine Teradata Integrated Marketing Cloud vorgestellt - die Teradata Marketing Operations, Teradata Campaign Management, Teradata Digital Messaging und Teradata Interactive - sowie neue Partnerschaften. Darunter: ADAM Software, Celebrus Technologies und Urban Airship. Davon sollen gerade Kunden aus dem Bereich Marketing profitieren. Volker Wiewer, VP Teradata International, bezeichnet die Integration und damit verbundene Öffnung der Datensilos als einen großen Schritt. "Als nächstes geht es nun darum, dass Marketer die digitalen Kanäle wie Mobile, Social, Email und Web auch beherrschen lernen."

Social und Email bereiten dabei am meisten Probleme, stellt Adam Sarner, VP Marketing Leaders bei Gartner, fest. Bei der Echtzeitmessung sei bei Social und Mobile noch viel Luft nach oben. Der Marktforscher empfiehlt daher ein Digital Marketing Hub zu installieren, über das alle Daten an einem einzigen Ort verfügbar gemacht werden. "Das ist ein Thema, das künftig noch stark an Bedeutung gewinnen wird.” Darüber lasse sich dann in Real Time feststellen, ob die Konsumenten mit der aktuelle Kampagne auf Snapchat noch interagierten, oder ob die neue Plattform nicht gar schon wieder aus der Mode gekommen sei.

Auch einen weiteren guten Tipp hatte der Gartner-Manager parat. So fühlen sich die meisten Marketer von der Wucht der vielen Daten buchstäblich erschlagen. Laut der Teradata Data-Driven Marketing Survey 2013, die unter 2200 Marketer weltweit durchgeführt wurde, haben nur 18 Prozent angegeben, eine einzige integrierte Sicht auf ihre Kunden und deren Verhalten zu haben. Sarner empfiehlt den Marketeers Nutzungsszenarien zu skizzieren und die Daten, die dafür jeweils benötigt werden, herunter zu brechen. 

Für Christine Birtel, SVP und Head of Customer Insights Wholesales Internet Solutions bei Wells Fargo, ist das nicht einmal der anspruchvollste Part. Für die Managerin, die bei der Bank in Sachen Big Data-Strategie bei Null angefangen hat, lag die größte Herausforderung darin, das Unternehmen nach der Implementierung der Technologien nun auch auf Grundlage der so erhaltenen Daten zu steuern. Ein Paradigmen-Wandel, den Teradata Applications-Managerin Arthur mit dem Wandel einer gesamten Kultur gleichsetzt. Schließlich soll nun Maschinen vertraut werden anstatt dem eigenen Bauchgefühl - und das gefällt nicht jedem.

Big Data erfordert Paradigmenwechsel

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