Vatikan | | von Annette Mattgey

Benedikts frohe Botschaften ab 12. Dezember bei Twitter

Göttlichen Segen gibt es bald auch in 140 Zeichen: Papst Benedikt XVI. ist jetzt beim Kurznachrichten-Dienst Twitter angemeldet. Neben dem englischsprachigen Konto «@pontifex» gibt es sieben weitere in anderen Sprachen, darunter «@pontifex_de» auf Deutsch. Schon jetzt hat der deutsche Auftritt fast 2500 Follower. Die Echtheit der Accounts wurde am Montag von Twitter und dem Vatikan bestätigt. Bereits Anfang November hatte der Vatikan angekündigt, sich künftig via Twitter äußern zu wollen. Bis zur ersten Twitter-Botschaft des Papstes werden allerdings noch einige Tage vergehen. Benedikt werde seinen ersten Tweet am 12. Dezember verschicken und dann auch auf Twitter-Fragen antworten, kündigte der Betreiber des Dienstes an. Bis dahin könne man die Fragen mit dem Schlagwort «#AskPontifex» versehen über den Kurzmitteilungsdienst einsenden.

Im ersten päpstlichen Tweet wird es um Fragen des Glaubens gehen, teilte der Medienberater des vatikanischen Staatssekretariats, Greg Burke, mit. «Alle Tweets des Papstes sind die Worte des Papstes», erklärte er gegenüber dpa zu den von Benedikt selbst verfassten spirituellenTwitter-Botschaften. «Twitter ist der leichtere Weg für die Botschaft des Papstes», erklärte Burke auf die Frage, warum man es nicht mit Facebook versuche. Twitter sei ein Instrument mit vielen Vorteilen.

«Die Twitter-Präsenz des Papstes drückt konkret die Überzeugung aus, dass die Kirche in der digitalen Arena gegenwärtig sein muss», hält der Vatikan zu der neuen Medienaktivität des 85-jährigen Benedikt fest. Twitter sei dabei nur die Spitzes des Eisberges, was die Präsenz der Kirche in der Welt der neuen Medien angehe. Der Vatikan ermutigte alle kirchlichen Institutionen und Gläubigen, auf eigene Weise ihre Überzeugungen auf dem «digitalen Kontinent» kundzutun. Benedikt jedenfalls wolle seine Tweets auch mit Nichtgläubigen teilen, diskutieren und einen Dialog anregen. 

Zum ersten Mal getwittert hatte der Papst bereits im Juni vergangenen Jahres. Damals gab er über das Twitter-Konto von Radio Vatikan den Start eines neuen Nachrichtenportals der katholischen Kirche bekannt und fügte auf Englisch hinzu: «Gelobt sei unser Herr Jesus Christus! Mit meinen Gebeten und Segenswünschen, Benedictus XVI». Der Vatikan hat seine Web-Präsenz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Allein der englischsprachige vatikanische Kanal im Videoportal YouTube wird von rund 36.000 Nutzern abonniert. Dazu kommen Kanäle in weiteren Sprachen.

(dpa)

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