Die Woche im Schnelldurchlauf | | von Irmela Schwab

Aufreger der Woche: Kündigen via YouTube, werben mit Vine und bloggen um den Lead

Dass die wahre, wirklich wichtige Kommunikation heute im Social Web stattfindet, hat diese Woche mal ganz klar gezeigt. Nachdem die 25-jährige Journalistin Marina V. Shifrin ihrem Chef per YouTube die Meinung getanzt und gekündigt hat, antwortete dieser gemeinsam mit seinen Mitarbeitern mit einer eigenen Tanzeinlage - natürlich via YouTube. Und damit nicht genug hat eine Hausfrau nun noch die WAHM-Version zum Originalvideo “I Quit” kreiert. WAHM steht dabei für Work-at-home-mom. Allen drei Kreativarbeiten gemein ist: Es wird recht ausdrucksstark mit den Hüften gewackelt, und zwar zu Kanye West´s Song “Gone”. Da bedarf es eigentlich keiner schriftlichen Kündigung mehr. 

Wie sich User Generated Content für die eigene Werbebotschaft gezielt einsetzen lässt, rückt indes immer stärker in den Fokus der Unternehmen. Auf einem Kongress in Miami, auf dem es um Zukunfttrends wie Programmatic Buying und Mobile Marketing, stellte Boning Bough, Vice President of Global Media & Consumer Engagement bei Mondelez International (ehemals: Kraft Foods) sein Konzept “Social on TV” vor. Für den Kaugummi Trident hat er zusammen mit jungen Musikern aus Brooklyn Vines kreiert, die anschließend als TV-Kampagne "Paid in Layers" im Musikfernsehen Fuse gezeigt wurden. Auch Dunkin Donuts, Nissan und Virgin Mobile haben bereits solche Vine-Spots kreiert. Gerne mehr davon!

Kein Wunder, dass bei so viel Youtuben, twittern, vinen und facebooken Firmen-Chefs starke Zweifel hegen, ob ihre Home-Office-Mitarbeiter auch brav ihrer Arbeit nachgehen. Wie eine Studie zeigt, sind sich die meisten deutschen Personalchefs gar nicht so sicher. Man kann es ihnen nicht verübeln. Das Ausland ist mal wieder laxer: Weltweit glauben über die Hälfte (55 Prozent) der mehr als 26.000 Umfrageteilnehmer, dass das Management mobiler Mitarbeiter möglich ist. 

Bei LEAD digital haben sich die Redaktionschefs Christiane Treckmann und Frank Zimmer - vermutlich auch, aber nicht nur deswegen - folgende Strategie überlegt: Ab sofort wird User Generated Content auf LEAD digital salonfähig. Keiner der neuen “digitalen Leader” - von Stefanie Aßmann bis Jo Wedenigg - muss fortan mehr heimlich bloggen - sondern wird ab sofort sichtbar.

Aufreger der Woche: Kündigen via YouTube, werben mit Vine und bloggen um den Lead

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