Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Aufreger der Woche: Alles smart oder was?

Kaum ein Gerät, das heute nicht smart sein will. Während die Markteinführung von Google Glass mit Spannung erwartet wird, und Shopping-Apps wie Glashion schon in den Startlöchern stehen, erblicken derzeit eine Reihe an Smart Watches das Licht. Wie aktuell Sony mit der Smartwatch 2 und Samsung mit der Galaxy Gear. Die FAZ hat sich die Mühe gemacht, mal beide auf den Seziertisch zu legen. Der Befund: Beide Uhren leiden an einem “strukturellen Problem”, wie die Zeitung herausgefunden hat: “Tweets enthalten häufig Links, und diese können mit solchen Uhren nicht geöffnet werden, weil es keinen Browser gibt und eine solche Darstellung aufgrund des kleinen Displays ohnehin sinnlos wäre. Der Griff zum Smartphone bleibt unerlässlich.” 

An den Symbolen wie Wecker, Telefonhörer und Schraubenzieher auf der Smartwatch 2 lässt sich außerdem erkennen, dass die Uhr vom Telefon aus gedacht ist. Mit der Galaxy Gear ließe sich sogar telefonieren, allerdings nur im Notfall. Denn dem Test-Redakteur tat recht schnell die Hand weh. Die Smart Watches sind, so scheint es, also nicht viel mehr als ein schlechtes Smartphone. Und so werden sie im diesjärigen Weihnachtsgeschäft wohl auch noch keine große Rolle spielen, wie ein Gartner-Report schließt.

Doch der Innovationsdruck auf dem Geräte-Terrain mit dem Stempel “Smart” scheint bedrückend groß zu sein. Denn laut Süddeutscher Zeitung hat Sony dieser Tage einen Patentantrag für eine “Smart Wig” eingereicht. Richtig, damit ist einer schlaue Perücke gemeint. Die soll vor allem bei Präsentationen getragen werden: Kratzt sich der Vortragende an den Kotelletten, erscheint die nächste Folie. Eine berückende Idee. Wo sich Frauen kratzen sollen, bleibt im Patentantrag unklar und wird auch von der SZ nicht weiter investigativ verfolgt. 

Smarte - vielmehr virtuelle - Währungen stehen dieser Tage ebenfalls hoch im Kurs. Die Digitalmünze Bitcoin hat diese Woche eine weitere Rekordmarke geknackt. Wie der Spiegel berichtet, stieg an der Börse Mt. Gox in Tokio der Bitcoin-Kurs zum ersten Mal über die Marke von 1000 US-Dollar. Damit droht die digitale Währung dem echten glänzendem Gold den Rang abzulaufen: Gold wird momentan bei etwa 1246 Dollar gehandelt. Die FAZ eröffnet bereits die Hatz auf die neuen “Bitcom-Milliardäre”.

Smart ist es aber auch sich das eigene Start-up über Crowdinvesting zu finanzieren, wie es jüngst E-Volo gemacht hat. Crowdfunding geht natürlich auch: Digital Leader Christian Faltin klärt über die Unterschiede auf.

Aufreger der Woche: Alles smart oder was?

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