Smartwatch | | von Irmela Schwab

Apple Watch könnte zum Dreh- und Angelpunkt werden

Auf seiner Produktpräsentation stellte Apple-Chef Tim Cook die Bezahlfunktion Apple Pay vor, über die vorher schon heiß diskutiert wurde. Das System ist Bestandteil des neuen iPhone 6, das wie erwartet mit einem 5,5 Zoll großen Display ausgestattet ist - zum Vergleich: Das iPhone 5S misst vier Zoll. Mit der neuen Acht-Megapixel-Kamera kann der User von seiner Kreditkarte ein Foto machen, zum Passbook-Konto hinzufügen - und darüber bezahlen.

Die neue Funkionalität wird von US-Händlern wie Macy´s, Whole Foods, Walgreens, den Disney Stores sowie natürlich Apples eigenen Geschäften akzeptiert. Bisher konnte sich noch keine Bezahlfunktion auf dem Markt durchsetzen - und dafür hat Cook auch eine Erklärung parat: Alle existierenden Modelle hätten sich zu sehr um die Eigeninteressen ihrer Kreateure gedreht anstatt um die User Experience.

Enrique Velasco-Castillo, der als Digital Economy Analyst beim britischen Forschungsinsitut Analysys Mason die neuen Apple-Produkte bewertet hat, sieht außerdem einen Vorteil in den installierten Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung, die Kundendaten schützen soll. Dazu zählen auch Partnerschaften mit Kreditkartenunternehmen und Händlern. "Bis zum Jahresende 2015 erwarten wir, dass Apple über mehr als eine Milliarden iTunes-Konten verfügt." Die iBeacon-Technologie schließt sich Velasco-Castillo zufolge nahtlos an Apple Pay an, indem personalisierte Produktangebote ausgespielt werden können.

Dennoch standen Smartphones erstmals nicht im Rampenlicht der Show. Das gehörte allein der Smartwatch Apple Watch, die in 15 verschiedenen Designs daherkommt. Als Cook in Tradition seines Vorgängers Steve Jobs ankündigte, dass er "one more thing" in petto habe, gab es freudige Ausrufe seitens des Publikums. Ähnlich wie beim Bezahlsystem, dem Smartphone und den Musikplayern ist die Idee einer Smart Watch nicht mehr neu - allerdings hat Apple den Devices durch die leichte und entertainige Bedienbarkeit zum Massendurchbruch verholfen.

So glaubt Analysys Mason-Analyst Velasco-Castillo, dass die Uhr im Zentrum der Interaktionen mit anderen Apple-Geräten stehen wird - wie etwa Siris Stimmerkennung, der Smart Home Control-Applikation HomeKit und weiteren Apps von Drittanbietern aus dem Bereich Gesundheit und Fitness, dem sogenannten HealthKit, sowie auch Apple Pay.

In Verbindung mit dem Smartphone kann die Uhr außerdem zum Telefonieren verwendet werden sowie zum Aufschließen von Hotelzimmern oder zum Finden des eigenen Autos. Laut Martin Scott, Head of Consumer Services Research bei Analysys Mason werden die Smartwatches den Markt der Wearables anführen. So würden Uhren die Fitnessbänder 2017 erstmals nach Verkaufszahlen überflügeln. Bis zum Jahr 2020 soll der Markt der Smartwatch-Markt allein in führenden Industrienationen 12,9 Milliarden Dollar schwer sein, mit einer Anzahl von 92,6 Millionen Geräten.  

Apple Watch könnte zum Dreh- und Angelpunkt werden

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