Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Apple und Samsung treiben Mobilmarkt mit neuen Features

Das Smartphone ist also erfunden. Nun geht es darum die Geräte mit Mehrwert anzureichern - und sie super-smart zu machen. Während Apps von Drittanbietern den ersten Schritt dahin genommen haben, legen Hersteller von Apple bis Samsung nun selbst mit Hand an. Dazu zählt der Bereich M-Payment als einer der Killerapplikationen überhaupt. Bisherige Lösungen von Paypal, Square und Google Wallet sind zwar Optionen, die zum Einsatz kommen,  den Markt aber noch nicht wirklich revolutionieren konnten. Nun plant Apple für das iPhone 6 offenbar eine umfassende Mobile-Payment-Lösung auf Kreditkartenbasis. Experten gehen davon aus, dass Apple sowohl iBeacon als auch NFC unterstützen wird. Der Mobile Payment-Experte Key Pousttchi erklärt in LEAD digital wie das konkret aussehen kann: “Der Kunde hält sein Mobiltelefon zum Bezahlen an das Kartenterminal an der Kasse und bestätigt dann auf dem Telefon die Zahlung, zum Beispiel durch Fingerabdruck.”  

Samsung hat in dieser Woche auf der IFA in Berlin ein Handy-Accessoire vorgestellt, das ebenfalls auf einen Trend aufspringt: Mit dem neuen Virtual Reality Headset - genannt: Samsung Gear VR Innovator Edition - könnnen User Filme gucken und Games spielen. Wie Shoneel Kolhatkar, Senior Director of Product Planning, in der Presse sagt, will man sich wie andere Smartphone-Hersteller auch, im dicht besetzten Segment weiter differenzieren.

Die Neuerungen zeigen, wie sehr Technologie in jeden einzelnen Industriezweig tiefer vordringt. Nicht nur der Handel und das Gesundheitssystem profitieren davon, auch der Sport: So ist etwa die derzeitig standfindenden US Open in New York das wohl technologie-freundlichste in seiner Geschichte. In Zusammenarbeit mit IBM wurden neue mobile und social Apps entwickelt sowie verbesserte Analytics-Tools und eine Predictive Cloud-Infrastruktur eingeführt. Mit technologischen Innovationen versorgt IBM als Sponsor auch andere Turniere wie die Australian Open, French Open und Wimbledon.

Inmitten der Entwicklungen, die alle nach Fortschritt und Hemdsärmligkeit schreien, bereitet jedoch eine Tendenz zunehmend Probleme. Das Handelsblatt hat neulich bereits über die Kuschel-Generation gelästert, und auch die Untersuchung “HR Future Trends” der Bonner Agentur ohne Namen (AoN) zeigt: Die Generation Y zeigt sich nur wenig belastbar und eher kommunikationssschwach. Dass es nun darum geht, die verweichlichte Jugend zum taffen Führungsmagnaten auszubilden, das ist der nahe Schluss, den viele gerne ziehen. Auch die AoN-Studie rät zu “konkreten Personalentwicklungsmaßnahmen für angehende Führungskräfte”. Sieht aber auch die Alternative, dass Personaler die Anforderungen fürs Topmanagement überdenken.

Das klingt durchaus fortschrittlich: Denn sicher sollte man auch dem künftigen Talentemarkt Zeit und Raum lassen, um seine eigene Dynamik zu finden. Jede Gesellschaft bekommt schließlich die Bosse, die sie verdient.

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