Tag der Menschenrechte | | von Annette Mattgey

Amnesty überlistet Adblocker

Keine Chance für Werbeblocker: Amnesty International und Serviceplan schalten heute, am Tag der Menschenrechte, ein Werbeformat, das sich nicht von Adblockern ausfiltern lässt. Damit machen die beiden auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufmerksam: Internetuser, die einen Werbeblocker installiert haben, sehen heute auf drei großen Internetportalen trotzdem ein Banner, das von keinem "Ad-Blocker" ausgeblendet werden kann. Das Motto: "Werbung kannst du ausblenden. Menschenrechte nicht."

Am  10. Dezember 1948  hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Dokument "A/RES/217" verabschiedet, das als "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" bezeichnet wird. Angesprochen mit der heutigen Aktion werden ausschließlich Internetuser, die ihren Browser um einen Werbeblocker erweitert haben und in der Regel kaum oder gar keine Werbung sehen. Ihnen wird heute auf den Internetportalen von focus.de, freenet.de und horizont.net vor Augen geführt, dass Menschenrechte stärker sind als jede Blockade – mit Bannern, die nicht blockiert werden können.

Das Amnesty-Banner wird von den teilnehmenden Partnern als Hintergrundbild in die Seite integriert und an exakt der Position platziert, an der sich die regulären Werbebanner befinden. User, die die entsprechende Internetseite ohne einen "Ad-Blocker" öffnen, sehen daher weiterhin die gewohnten Skyscraper-Ads der werbetreibenden Unternehmen, da sich der Hinweis von Amnesty International für sie unsichtbar dahinter verbirgt. Erst mit einem aktivierten Werbeblocker wird das "Banner" sichtbar: Da Hintergrundbilder von Werbeblockern nicht erfasst werden, verschwindet zwar das Werbebanner im Vordergrund – aber nicht das Hintergrundbild der Seite.

Genau damit werden die User heute überrascht: In einem für sie in der Regel werbefreien Umfeld ist an einer ansonsten leeren weißen Fläche plötzlich ein Werbebanner verankert – mit einer eindeutigen Botschaft: "Werbung kannst du ausblenden. Menschenrechte nicht."

"Wir können mit der Aktion eine Mediafläche nutzen, die es eigentlich nicht gibt – es ist eine ganz einfache und überaschende Idee, die die User sicher positiv aufnehmen werden, da sie zum Nachdenken anregt", so Anne-Catherine Paulisch, Teamleitung Kommunikation bei Amnesty International Deutschland. Das auf den drei Portalen verankerte Banner verweist auf Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und verlinkt auf die entsprechende Aktionsseite www.amnesty.de/menschenrechte, auf der die User verschiedene Mitmachangebote erhalten.

Amnesty überlistet Adblocker

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