E-Commerce | | von Annette Mattgey

Am "blauen Montag" wird online geshoppt

Ländertypisches Einkaufs- und Surfverhalten untersuchte Rakuten, der drittgrößte Internethändler weltweit. In den USA, England und Deutschland wird etwa gerne am Montag online eingekauft. Dazu maß Rakuten den Traffic und die getätigten Käufe auf seinen weltweiten Online-Marktplätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunden nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch während ihrer Arbeitszeit im Internet kaufen. Sie belegen außerdem die steigende Popularität des mobilen Shoppings. Außerdem werden Unterschiede beim Kaufverhalten von günstigen und hochpreisigeren Artikeln deutlich.

Den beliebten Montag erklärt sich Rakuten mit der "Montagsmüdikeit", die für hohe Auslastung in den USA (Buy.com), England (Play.com) und Deutschland (Rakuten.de) sorgt. In Frankreich hat sich der Mittwoch nachmittag als Shopping-Paradies herauskristallisiert:Dann haben kleinere Schulkinder keine Schule, so dass  die Eltern bei ihnen zu Hause sind. In Brasilien, wo der Anteil der Bevölkerung mit eigenen Breitbandzugängen relativ niedrig ist, wird laut Rakuten Brazil hauptsächlich während der Arbeitszeit im Netz geshoppt, überweigend in der Mittagspause. So werden die meisten Aktivitäten auf Rakuten Brazil zwischen 12 und 14 Uhr verzeichnet.

Mobiles Einkaufen ist dagegen der Trend in Deutschland, obwohl die meisten Verbraucher noch über ihren stationären Computer Waren bestellen. Die meisten Order gehen abends nach 21 Uhr ein. Aber auch während der Mittagszeit werden viele Zugriffe gemessen. Sowohl in den USA als auch in England liegt die Spitzenzeit für mobiles Surfen am Morgen; in Großbritannien sogar etwas früher als in den USA. Vermutlich liegt dies daran, dass die Briten den öffentlichen Nahverkehr viel stärker nutzen. So sieht man hier den Peak zwischen 7 und 8 Uhr am Morgen - wenn die Menschen mit der U-Bahn zur Arbeit fahren. In Frankreich ist es genau umgekehrt: Hier wird hauptsächlich am Abend zwischen 18 und 19 Uhr mit mobilen Endgeräten eingekauft.

Besonders viel Zeit beim Surfen lassen sich die Verbaucher bei teureren Produkten. In den USA überlegen Verbraucher deutlich länger bei Kaufentscheidungen die Computer, Elektronik, Kleidung und Taschen betreffen. Hier liegt die Verweildauer zwischen 4,4 und 4,7 Minuten, bevor es um Kauf kommt. Im Vergleich dazu liegt die Verweildauer bei günstigeren Artikeln bei durchschnittlich 3 Minuten. Die Briten entpuppen sich dagegen bei Mode und Büchern als Spontankäufer. Hier wird eine Entscheidung zum Kauf von Kleidung nach durchschnittlich knapp 40 Sekunden und bei Büchern nach nicht mal einer Minute getroffen. Im Vergleich dazu benötigt man beispielsweise bei Fernsehgeräten etwa zwei Minuten, bevor man einen Kauf erwägt.

Mark Kirschner, Executive Officer, Global Marketing bei Rakuten kommentiert: „E-Commerce ist wahrhaftig ein globales Phänomen. Die Erkenntnisse aus der Rakuten Gruppe zeigen, wie wichtig es ist, die lokalen Unterschiede zu verstehen und wie Online Händler daraus strategische Schritte ableiten können. Rakuten steht für die Kombination aus globaler Denkweise und der Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Wenn Shopbetreiber diese Herangehensweise verinnerlichen, können sie sehr schnell neue Zielgruppen erschließen und entsprechend bedienen.“

Am "blauen Montag" wird online geshoppt

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