LEAD digital-Autorin Irmela Schwab.
LEAD digital-Autorin Irmela Schwab. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Allergien bis Müdigkeit: Warum Wearables immer öfter in der Schublade landen

Fettes Essen und Fitness: von der Buchstaben-Kombination beider Wörter her gesehen könnte man fast an Gemeinsamkeiten glauben. Doch nein, letztlich finden die Zwei einfach nicht zusammen, wie McDonald´s diese Woche eingestehen musste. Die Fast-Food-Kette hat seinem Kinder-Menue ein Aktivitätsarmband namens “Step it” beigelegt, das jedesmal blinkt, wenn die Person sich bewegt oder Treppen hochgeht. Diese Woche nun pfeift McDonald´s das Fitness-Spielzeug wieder aus dem amerikanischen und kanadischen Markt zurück - die Begründung: Das Wearable hatte bei seinen kleinen Trägern Hautirritationen hervorgerufen. 

Tröstet euch, liebe Burger-Bräter: Immer mehr Stimmen werden laut, dass die Fitnesstracker und die gesamte Armada an Wearables ohnehin wieder in der Schublade landen. Weil die Träger fitnessmüde sind oder ganz einfach genug davon haben, sich die Dinger täglich um den Arm zu schlingen. Das bestätigt Gerhard Tröster, Leiter des Elektronik-Labors der ETH Zürich. „Die Quantified-Self-Welle wird schnell wieder abebben.“ Fitnessarmbänder seien kaum für den Massenmarkt geeignet", so Tröster. Vielleicht sei ja das Smartphone schon das perfekte Wearable, schließlich haben man das immer in der Hosentasche. Es übernimmt größtenteils die gleichen Aufgaben wie Wearables – aber es kann eben noch viel mehr. 

Spannend zu beobachten ist auch, ob sich der Trend zum intelligenten Haus durchsetzen wird. Lars Hinrichs, Gründer des Job-Netzwerks Xing, der nun mit seinem Projekt Apartimentum in die Immobilienbranche eingestiegen ist, lässt dieser Tage die ersten Mieter in sein Smart Home in Hamburg einziehen. An der Tür ist ein iPad befestigt, das dem Bewohner allerlei Annehmlichkeiten beschwert. Er kann sich etwa ein Bad einlassen, bevor er überhaupt zuhause ist. Oder die Eingangstür seines Apartments von unterwegs aus öffnen, wenn dort unangemeldeter Besuch davor steht. Was das fürs Marketing bedeutet, diskutiert Hinrichs am 14. September auf der Dmexco.

Dort werden auch andere Big Trends besprochen, wie zum Beispiel Bewegtbild. Screens sind heute ja überall, zuhause, unterwegs auf dem Smartphone oder im öffentlichen Raum auf großen Plätzen oder U-Bahnen. Da ist es nur logisch, dass Pinterest nun auch seine eigenen Video-Ads unters Volk bringt. Für die Videoanzeigen sollen die gleichen Targeting-Möglichkeiten gelten, die es für die bisherigen Formate gibt. Eine Besonderheit der Video Ads: Unter dem kurzen Spot, kann der Kunde Pins anheften und so zusätzliche Werbeinhalte schalten. Pinterest hat das Format bereits mit der Taco-Marke Old El Paso getestet - nach eigenen Angaben mit großem Erfolg. 

Bewegung wird auch beim Mobilitätsdienstleister Uber Trumpf. Der Taxi-Konkurrent aus den USA hat gemeinsam mit Volvo ein selbstfahrendes Gefährt auf die Straße gebracht. In Philadelphia können Fahrgäste nun testen, wie es sich anfühlt  keinen Fahrer hinterm Steuer zu haben, der aktiv Gas und Scheibenwischer betätigt. Das erledingen Sensoren im Zusammenspiel mit Kameras, Lasern und Radar und GPS. Mehr solcher Wunderautos will das neue Venture Uber-Volvo bis zum Jahr 2021 auf den Markt bringen. Ein Trend zu mehr bewegter Bequemlichkeit, den McDonald´s übrigens sicher besser für sich einspannen kann als Fitness zu Fuß.

Allergien bis Müdigkeit: Warum Wearables immer öfter in der Schublade landen

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