SEM/SEO-Studie | | von Annette Mattgey

Agenturen: Mehr Content-Marketing, weniger SEO gefragt

Zwar gibt es nach wie vor Unternehmen, die stark von Suchmaschinen abhängen und dementsprechend ihr Budget verteilen. Viele verfolgen dagegen eher einen ganzheitlichen Ansatz. Wer als Agentur in Zukunft überleben will, sollte auch in anderen Disziplinen firm sein. Außerdem sollten Arbeitsabläufe optimiert werden, damit trotz der jüngsten Google Updates die Marge stimmt.

Fundierten Einblick in die Erwartungen und Meinungen von SEO-Agenturen, ihren Kunden und Nicht-Kunden, Online Marketern und Unternehmen gibt eine aktuelle Studie von Linkbird,die sie im Firmenblog vorstellen. Mehr als die Hälfte der Befragten kam aus Deutschland, je zwölf Prozent aus den USA und Großbritannien. Die Mehrzahl sind Agenturen, unter den Unternehmen dominieren E-Commerce, Media  und Hightech.

In der Agenturlandschaft machte Linkbird einen klaren Trend aus: entweder groß oder klein, was die SEO-Budgets angeht. Dabei finden sich drei Arten von Agenturen: SEO-Spezialisten, Agenturen, die SEO mit zusätzlichen Disziplinen kombinieren (z.B. Content Marketing und Online PR) und Allrounder im Online-Marketing.

Bei den Unternehmen wächst die Neigung, SEO-Agenturen zu beschäftigen, mit dem Grad der Abhängigkeit von Suchmaschinen-Ergebnissen. Wer eher eine ganzheitliche Online-Marketing-Strategie verfolgt, investiert weniger Budget in SEM/SEO und erledigt die Arbeit eher inhouse.

 

Wie kommen Agenturen und Unternehmen zusammen? Die persönliche Empfehlung zählt auch hier sehr viel - ebenso wie der Google-Traffic (siehe oben). Die Dienstleistung, mit denen Agenturen den meisten Umsatz generieren, ist On-Page SEO (26 Prozent). Danach folgen Off-Page SEO (22 Prozent) und Suchmaschinenwerbung (14 Prozent). Gemeinsam stehen sie für etwa zwei Drittel (62 Prozent) der gesamten Dienstleistungen, die von Agenturen verkauft werden.

Auf Kundenseite besetzen On-Page SEO (14 Prozent), Off-Page SEO (18 Prozent) und Suchmaschinenwerbung (13 Prozent) zwar auch die ersten Plätze, machen jedoch gemeinsam weniger als die Hälfte der gesamten Nachfrage aus.

Unternehmen alleine überfordert

Als größte Herausforderungen nennen die Firmen Google Rankings (22 Prozent), qualitativen Linkaufbau (16 Prozent) und eine Steigerung des organischen Traffic (12 Prozent). Desweiteren wurde die Produktion qualitativer Inhalte (11 Prozent) und die Kombination von SEO mit Content Marketing (10 Prozent) erwähnt. Hier zeigt sich, dass viele Marketer, trotz der stetig steigenden Beliebtheit von Content Marketing im Bereich SEO, die Disziplin in der Praxis immer noch nicht optimal umzusetzen wissen.

Mehr Traffic und eine verbesserte Sichtbarkeit wünschen sich Unternehmen durch die Arbeit ihrer Dienstleistern. Fachwissen und Kompetenz sind die besten Argumente, denn daran mangelt es den Auftraggebern - neben fehlenden zeitlichen Ressourcen. 

 

Oberstes Gebot: Sauber bleiben

An ihrem Image sollte die SEM/SEO-Branche weiter feilen. Jede einzelne Agentur kann durch Transparenz und Offenheit dazu beitragen. Denn unter den Sorgen kursiert vor allem die Angst vor "schwarzen Schafen", die mit Black Hat-Maßnahmen arbeiten anstelle sauberer Methoden. Agenturen sollten darum regelmäßigen Austausch fördern, der mehr Transparenz in Bezug auf ihre Aktivitäten schafft und den zwischenzeitlichen Abgleich von Resultaten und Kunden-Erwartungen erlaubt.

 

Davon brauchen Agenturen mehr: Diszplin und Fachwissen

Die Geschäftspolitik von Google stellt die Agenturen vor große Herausforderungen: 20 Prozent nennen als erstes, die Schwierigkeit, mit Google's Algorithmus-Updates Schritt zu halten. In Folge fällt es Agenturen schwer, den Kunden bezüglich der sich stetig wandelnden SEO-Umgebung auf dem Laufenden zu halten (18 Prozent) und praxiserprobte und etablierte Arbeitsabläufe zu implementieren (17 Prozent).

Aus der Umfrage schließen die Experten von Linkbird, dass SEO seinen unabhängigen Status verliert und stärker auf Content Marketing angewiesen ist. Agenturen, die keine Kompetenzen in beiden Disziplinen besitzen, sind daher weniger wettbewerbsfähig. Daher sieht Linkbird Nachholbedarf, was das Fachwissen angeht.

Noch in einem weiteren Punkt sollten Agenturen nachrüsten: Die Algorithmus-Updates von Google führen zu einem vermehrten Arbeitsaufwand und lassen die Gewinnmargen sinken. Mit erhöhter Effizienz und der Optimierung von Arbeitsabläufen lässt sich dem entgegenwirken. 

Die vollständige 32 Seiten umfangreiche Studie "Stand der SEO-Agenturen" ist kostenlos gegen Adressangaben hier erhältlich.

Agenturen: Mehr Content-Marketing, weniger SEO gefragt

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