Irmela Schwab ist Autorin bei LEAD digital und W&V.
Irmela Schwab ist Autorin bei LEAD digital und W&V. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Achtung Explosiv: Twitter und Samsung im Kreuzfeuer

Wer dieser Tage in ein Flugzeug steigt, kommt um die Botschaft nicht umhin: Smartphones der Reihe Samsung Galaxy Note 7 müssen ausgeschaltet sein. Unbedingt. Wegen Explosionsgefahr! Eine Dauer-Anti-Werbesendung, die großen Schaden für das Image des Elektronik-Konzerns anrichtet. Und es ist noch nicht vorbei: Nach der gigantischen Rückrufaktion schien zunächst der Tiefpunkt erreicht: Doch nun brannte ein weiteres Modell: Eines, das bereits ausgetauscht wurde und als sicher galt.

Brennen tut es derzeit auch bei Twitter. Nachdem namhafte Unternehmen wie Disney und Microsoft erst mit der Übernahme liebäugelten, sind sie nun abgesprungen. Wie Thomas Kochwasser, Senior Social Media Strategist von McCann, in W&V kommentiert, hat Twitter seinen USP verloren. Die 140 Zeichen sind aufgeweicht, angereichert mit Gifs, Bildern und Video. 

Wenigstens Salesforce hält dem Kurznachrichtendienst noch die Stange: Der Cloud-Dienstleister wird als heißer Kaufkandidat gehandelt. Auf der Dreamforce-Konferenz diese Woche hat Salesforce die Sales- und Marketing-Gemeinde in San Francisco versammelt: Laut eigenen Angaben sind rund 170.000 Teilnehmer weltweit diesem Ruf gefolgt. Darunter auch Mitarbeiter, Presse, aber auch Mönche und Veteranen. 

Vor dem Publikum - der "Ohana" (hawaiianisch: Familie) präsentierte Gründer Marc Benioff seine neuesten Tools. Darunter auch Einstein, die neue künstliche Intelligenz des Hauses. Mit der sind künftig alle Clouds ausgestattet und sollen für Durch- und Vorausblick sorgen. Allerdings, wie das "Handelsblatt" kritisch anmerkt, ist künstliche Intelligenz ohne Daten wie ein Motor ohne Benzin. Und hier kommt Twitter ins Spiel: Die Milliardenakquisition soll die Zukunft des Unternehmens sichern.

Letztlich wäre es wohl eine gute Fügung für Twitter, bei einem finanzstarken Unternehmen wie Salesforce angesiedelt zu sein. Denn der neue Stern am Firmament heißt Snapchat. Lufthansa promotet ihren neuen Snapchat-Kanal mit einer aufmerksamkeitsstarken Aktion: Sängerin Lena Meyer-Landrut, die intensiv in den sozialen Medien vertreten ist und über große Netzwerke dort verfügt, steigt für Lufthansa in den Flieger und reist nach Tokio. Ihre Reiseerlebnisse in der japanischen Metropole teilt sie via Snapchat. Wenn das kein explosiver Stoff ist!

Achtung Explosiv: Twitter und Samsung im Kreuzfeuer

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