App-Marketing | | von Annette Mattgey

5 Tipps, wie untreue App-Nutzer zu echten Fans werden

Der durchschnittliche Smartphone-Besitzer hat drei Apps zum Shoppen, allerdings ist er ihnen nicht allzu treu. Jedoch lässt sich jeder Zweite zurückgewinnen, zeigt die Studie "Mobile Apps and Sites" des Marktforschungsinstituts Ipsos Connect im Auftrag von Google. Dazu wurden in Deutschland 1.501 Online-Interviews geführt, jeweils etwa 500 für die drei App-Kategorien Handel, Finanzen und Reisen. Die Befragten haben mindestens eine App in der entsprechenden Kategorie installiert und die drei Stichproben sind jeweils repräsentativ für Smartphone-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland hinsichtlich mobilem Betriebssystem, Alter, Geschlecht und Berufssituation.

An den Ergebnissen lässt sich ablesen, was Apps attraktiv macht.

5 Tipps:

  1. Sei einzigartig:

    Mit einer App, in der sich einfach nur shoppen lässt, ist es inzwischen nicht mehr getan. Durch exklusiven oder Bonus-Content lässt sich jeder vierte App-Trünnige zurückgewinnen. Online-Shops tun also gut daran, bei ihren Ambitionen im Content Marketing auch mobile Formate zu berücksichtigen.

  2. Werde zum Freund der Freunde:

    Wenn Freunde oder Familie beginnen, die Shopping-Anwendung zu nutzen, lässt sich auch jeder zehnte Passive wieder von ihr überzeugen. Um dies für sich zum Vorteil zu machen, könnten Anbieter ihre aktiven User dazu motivieren, über ihre Erfahrungen mit der App in sozialen Netzen zu sprechen.

  3. Wirf den Rabatt-Köder aus:

    Ein Drittel der verlorenen Nutzer würde wieder häufiger zu einer Shop-Anwendung greifen und sie sogar neu installieren, wenn es auf den nächsten Einkauf einen Rabatt gibt. Aber auch nach der Rückgewinnung erhalten kleine Geschenke wie Vergünstigungen bei 19 Prozent aller App-Shopper dauerhaft die Freundschaft.

  4. Lieber halten als zurückholen:

    Am besten ist es natürlich, man gibt dem Kunden von vornherein, was er von einem mobilen Online-Shop erwartet. Eine Retail-App sollte vor allem das Leben einfacher machen und über ein intuitives User-Interface verfügen, meint je die Hälfte der Nutzer. Die wichtigsten Features sind ein großer Funktionsumfang (49 Prozent), die Speicherung persönlicher Informationen und Präferenzen  (jeweils jeder Vierte) und eine geräteübergreifende Nutzererkennung (25 Prozent). Wer dazu noch begehrte Marken anbietet, hat gute Chancen, seine Einkäufer dauerhaft zu binden.

  5. Tue Neues und rede darüber:

    Einer der Hauptgründe für eine Deinstallation ist, dass die App weniger Nutzen bot, als sie versprach. Händler, deren Anwendung den Kunden noch nicht zufrieden stellt, sollten das Versäumte also nachholen. Und wer seiner App neue Features gönnt, sollte unbedingt darauf aufmerksam machen. Besonders gern werden App-Trünnige über Suchergebnisse (12 Prozent), E-Mail-Reminder (9 Prozent) und Online-Ads (6 Prozent) an ihre einstmals installierte Handels-App erinnert.

Kundenbeziehungen laufen heute über eine Vielzahl von Kanälen. W&V Online gibt in diesem Special einen Überblick über die aktuellen CRM-Trends - von den Möglichkeiten, die Twitter und Whatsapp bieten, bis zu künftigen Entwicklungen im Bereich Service-Communities.

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