Gastbeitrag von Robert Prazak | | von einem W&V Leserautor

5 Tipps für gute Inhalte beim Content Marketing

Content Marketing liegt im Trend. Dahinter steckt ein grundsätzlicher Wandel in der Unternehmenskommunikation aufgrund der Erkenntnis, dass Konsumenten von aufdringlicher Werbung und 08/15-Inseraten genervt sind und viel besser mit nützlicher, spannender Information erreicht werden. Eine umfassende Strategie und entsprechende Umsetzung sind zwar wichtig, doch dabei wird oft auf das Wichtigste vergessen – nämlich auf den vielzitierten "Content" selbst. Zwischen Suchmaschinen-Optimierung, strategischer Implementierung und technischem Feinschliff verkommen die Inhalte selbst zur Nebensache.
Doch ohne guten Content kein Content Marketing. Kaum verhüllte Werbebotschaften, schlecht geschriebene Texte, schlampig redigierte Artikel und Blogs ohne Sinn machen jede mühsam aufgebaute Content-Strategie zunichte. Vielfach verbirgt sich hinter den großartig als "Content" verkauften Angeboten erst recht wieder wertlose Massenware.

Content Marketing – das große Missverständnis

Von Robert Prazak*

Worauf sollte beim Content geachtet werden?

1.) Mehrwert bieten.
Wir werden heute mit einer Fülle an Informationen überschwemmt, daher ist die Selektion streng. Nur hochwertige, spannende, aktuelle Inhalte sind es wert, gelesen und gesehen zu werden. Gut gemachter redaktioneller Content kann sich aus der Masse an Informationen herausheben.

2.) Content sollte von Profis verfasst werden.
 Journalistinnen und Journalisten haben gelernt, wie spannende Geschichten mit Nutzwert und Qualität erzählt werden – genau darauf kommt es nun an. Sie haben die Leser im Fokus, nicht das Unternehmen und garantieren damit höchste Aufmerksamkeit in der Zielgruppe. Die Zielgruppe für eine Content-Marketing-Kampagne kann nur erreicht werden, wenn journalistische Ansprüche erfüllt werden.

3.) Betriebsblindheit vermeiden.
Die vielleicht größte Hürde bei der Erstellung von Inhalt, der die Zielgruppe begeistern kann, ist die Schwierigkeit, neue Blickwinkel einzunehmen. Doch nur der objektive Blick von außen und die Produktion nach journalistischen Kriterien erfüllen hohe Ansprüche.

4.) Nützlichkeit ist nicht alles.
Viele Experten reden den Unternehmen ein, dass die Nützlichkeit bei der Erstellung von Content im Vordergrund stehen muss. Doch das alleine ist zu wenig: Texte, Videos, Podcasts, etc. müssen auch spannend aufbereitet sein und zum Lesen, Sehen und Hören verleiten. Content in Form von Bedienungsanleitungen liest kein Mensch. Es geht darum, interessante Geschichten zu erzählen – hier ist erst recht journalistisches Gespür gefragt.

5.) Aktualität zählt.
Nur wer sich nicht davor scheut, zu aktuellen Themen und Trends Stellung zu beziehen, bekommt in seiner Zielgruppe die höchste Aufmerksamkeit. Corporate Blogs, bei denen sich wochenlang nichts tut, sind ebenso wertlos wie Content, der die Nachrichtenlage ignoriert.

*Robert Prazak ist ein österreichischer Journalist mit mehr als 20 Jahren Erfahrung und hat unter anderem für "Format", "WirtschaftsBlatt" und "Wiener" gewirkt. Seine Content-Agentur Prazak bietet redaktionellen Content an, unter anderem für Printmagazine, Online-Magazine, Blogs und Social-Media-Aktivitäten. Ein Netzwerk von Profis aus Journalismus, Fotografie und Film kümmert sich um die Umsetzung.

5 Tipps für gute Inhalte beim Content Marketing

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