ARD/ZDF Onlinestudie 2013 | | von Franziska Mozart

41 Prozent der Onliner surfen mobil

ARD und ZDF haben ihre Onlinestudie 2013 vorgelegt und bestätigen mit ihren repräsentativen Zahlen andere Studien: Das mobile Internet wächst. Eine weitere Erkenntnis: Immer mehr ältere Menschen gehen online. Bei den über 70-Jährigen stieg der Anteil der Onliner von 20 Prozent 2012 auf nun 30 Prozent. Die älteren Nutzer sorgen für eine Zunahme der Onliner insgesamt. Gut 77 Prozent der Menschen über 14 Jahre sind in Deutschland online. Damit liegt die Zahl der Internetnutzer bei 54,2 Millionen - knapp eine Million mehr als noch im vergangenen Jahr

Im Schnitt surfen die Deutschen 169 Minuten täglich im Internet, 36 Minuten mehr als noch 2012. Pro Onliner-Haushalt stehen dazu 5,3 internetfähige Geräte zur Wahl. Tablets gibt es inzwischen in 19-Prozent der Online-Haushalte, 2012 waren es erst acht Prozent.

Mobile Endgeräte treiben den Internetkonsum voran. Die Unterwegs-Nutzung steigt deutlich von 23 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 41 Prozent. Apps werden mittlerweile von 44 Prozent der deutschen Onliner auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt.

Einen internetfähigen Fernseher besitzen inzwischen 29 Prozent der Online-Haushalte. Doch noch immer ist es so, dass viele Besitzer nicht so recht wissen, wie sie ihr Gerät nutzen sollen. Die großen TV-Sender geben in einer gemeinsamen Aufklärungskampagne ihren Zuschauern Nachhilfe. Gleichzeitig feiern ARD und ZDF in ihrer Onlinestudie, dass sich die Zahl derjenigen, die über ihr TV-Gerät tatsächlich ins Internet gehen, innerhalb von einem Jahr versechsfacht hat. Von zwei Prozent 2012 auf zwölf Prozent 2013. Demnach rufen 6,5 Millionen Personen zumindest selten mit ihrem Fernsehgerät Inhalte über das Internet ab.

Bei ARD und ZDF könnten informierte Smart-TV-Nutzer für zusätzliche Klicks in ihren Mediatheken sorgen. "Mit den immer einfacher zu bedienenden Endgeräten wird der Anteil an Fernsehen über das Internet weiter steigen", hofft ZDF-Intendant Thomas Bellut. "Die Grenzen zwischen klassischem Fernsehen im Wohnzimmer und Fernsehen im Internet über Smart-TV, Laptop, Smartphone oder Tablet verschwinden zunehmend."

Die wöchentliche Bewegtbildnutzung steigt entsprechend. 43 Prozent der Onliner, das sind rund 23 Millionen, nutzen regelmäßig Fernsehsendungen und andere Videos im Netz - dies entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent. Unter den 14- bis 29-Jährigen schauen bereits drei Viertel wöchentlich Bewegtbilder im Netz an. TV-Sendungen werden von 16 Prozent der Onliner mindestens einmal wöchentlich live oder zeitversetzt genutzt. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es bereits 27 Prozent.

Parallel zur Reichweite steigt die Sehdauer. Rund fünf Minuten, das sind zwei Prozent des täglichen Fernsehkonsums, werden über das Internet ferngesehen: drei Minuten linear und zwei Minuten zeitversetzt. Bei den 14- bis 29-Jährigen entfallen bereits zwölf Minuten des Fernsehkonsums auf das Internet.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie wurde im Frühjahr 2013 zum 17. Mal erhoben. 1997, bei der ersten Untersuchung, waren gerade einmal 6,5 Prozent der Deutschen online. Für die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013, wurden im März und April 2013 bundesweit repräsentativ 1.800 Erwachsene in Deutschland befragt.

41 Prozent der Onliner surfen mobil

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