Nostalgie | | von Annette Mattgey

10 Dinge, die es seit dem Internet nicht mehr gibt

Auch wenn dank Internet vieles bedeutend einfacher geworden ist, kommt bei manchen Dingen Wehmut auf. Einige lieb gewordene Dinge und Gewohnheiten sind dem Internetzeitalter zum Opfer gefallen.

1.    Ein komplettes Album hören/Mixtapes

Im  Zeitalter von iTunes und Spotify entfällt nicht nur das Stöbern im Plattenladen, sondern auch das Konzept eines ganzen Albums; Songs werden einzeln heruntergeladen, "Shuffle" bestimmt, was gehört wird. Im heimischen Wohnzimmer eine Platte oder CD aufzulegen und ein komplettes Album anzuhören, ist zur Seltenheit geworden, liebevoll zusammengestellte Mixtapes werden durch Playlisten ersetzt.
                                    
2.    Nichtstun

Und ewig lockt das Internet: Reiner Müßiggang, Nichtstun, abschalten und den Gedanken freien Lauf lassen - dank ständigem Internetzugang kaum noch existent; der Griff zum Smartphone oder Tablet erfolgt fast automatisch.
 
3.    Korrekter Sprachgebrauch/Rechtschreibung und ein zivilisierter Umgangston

Gesprochene Sprache hält Einzug in schriftliche Kommunikation; kurz und bündig lautet die Devise auf Twitter oder beim Schreiben von SMS, die Autokorrektur tut ihr Übriges. Ein rauerer Umgangston macht sich breit; das Netz ist geduldig und bietet die ideale Plattform für Nörgler, der Wutbürger kann sich nach Lust und Laune auslassen.  
 
4.    Diskussionen im Freundeskreis

Hitzige Debatten und verbales Sparring darüber, wer recht hat, haben so manchen Abend im Freundeskreis bestimmt – heutzutage genügt der Griff zum Smartphone für den Faktencheck, und die Diskussion ist beendet.
 
5.    Stadtpläne /Geografiekenntnisse

Dank GPS nie wieder vom Weg abkommen, aber der Überblick fehlt; auch wenn die Nutzung und insbesondere das Falten von Stadtplänen mühsam sind, lässt der kleine Handy-Bildschirm den Überblick über die großen Zusammenhänge vermissen.
 
6.    Postkarten/Briefe

Jüngere Generationen verbinden das Wort "schreiben" mit einer Tastatur, nicht mit Stift und Papier; Urlaubsgrüße per Postkarte, ein handgeschriebener Brief oder das Konzept einer Brieffreundschaft sind im Zeitalter digitaler Kommunikation weitgehend von der Bildfläche verschwunden.
 
7.    Fotoalben/Dias

Fotos werden überwiegend digital geteilt, und zweifelsohne ist so mancher dankbar dafür, dass er selbst entscheidet, ob er eine wahre Flut von Urlaubsfotos auf Facebook sehen möchte oder nicht. Aber das digitale Verwalten und Teilen von Schnappschüssen und Erinnerungsfotos bedeutet das Aus für persönliche Fotoalben, in denen erste Schritte, Schulanfang und sonstige Meilensteine im Leben liebevoll dokumentiert sind.
 
8.    Der Mythos der ersten Liebe

Die erste Flamme aus Teenager-Zeiten ist höchstwahrscheinlich auch auf Stayfriends, Facebook und Co. zu finden. Damit ist jegliche Illusion darüber, wie perfekt er/sie war, schnell zerstört: Der Zahn der Zeit hat leider auch an der ersten Liebe genagt.
 
9.    Verabredungen einhalten/Pünktlichkeit  

Seit Smartphones zum Alltag gehören, bedarf es häufig mehrerer Anläufe und zahlloser SMS, bis ein Treffen tatsächlich stattfindet; kurzfristiges Umdisponieren oder Absagen sind an der Tagesordnung.
 
10.    Spielabende

Durchzockte Nächte im Freundeskreis werden durch Online-Poker und Spiele-Apps ersetzt.
 
Die Liste stammt von Natascha Kahmann, Sprecherin des Vergleichsportals schlaubi.de: "Dies ist nur eine kleine Auswahl von Dingen, die in Vergessenheit geraten; die Liste ließe sich beliebig erweitern. Vielem wird sicherlich nicht nachgetrauert, kaum jemand wird z.B. mühsames Nachschlagen in Telefonbüchern vermissen oder Gespräche aus Telefonzellen."

10 Dinge, die es seit dem Internet nicht mehr gibt

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