Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Yahoo gegen Google, Beats gegen Spotify

Marissa Mayer ist eine außergewöhnliche Frau: smart und tough zugleich. Und sie hat Ideen, wie sie ihr Yahoo voranbringen kann. Der jüngste Coup: Yahoo soll ab Dezember als Standard-Suchmaschine in dem gern genutzten Browser Firefox voreingestellt sein – vorerst aber nur in den USA. Mit der nun verkündeten Partnerschaft könnte Yahoo sein Ranking im Suchmaschinengeschäft ein wenig nach oben katapultieren. Denn Yahoo war zwar (fast) Erster auf dem Suchmaschinenmarkt, Google war aber sehr schnell sehr viel besser. Was einmal mehr zeigt, dass gerade im modernen Digi-Business nur der Wandel Bestand hat.

Ein Wandel vollzieht sich auch bei der Liebe zu Downloads aus dem iTunes Music Store. Um sinkenden Umsätzen durch Konkurrenz von Spotify & Co. entgegen zu wirken, hat Apple vor einer kleinen Weile die Kopfhörer-Firma Beats erworben. Beats war für Apple vor allem deshalb lukrativ, weil es dieser kleine Laden fertig gebracht hat, einfach mal so ein kleines Spotify, also einen Musik-Streaming-Dienst aufzubauen. Und für diesen Dienst zahlen User in den USA gern zehn Dollar pro Monat. Nun will Apple den Beats Musikdienst in Form einer App künftig auf iPhones und iPads vorinstallieren. Beats soll weiter wachsen. Spotify hofft derzeit wahrscheinlich, kein zweites Yahoo zu werden.

Eine Vorliebe für Streaming scheint sich übrigens auch schon im Fernsehen abzuzeichnen, sagt der Branchenverband Bitkom: "Jeder dritte Nutzer von Videostreaming (33 Prozent) ab 14 Jahren ersetzt das klassische Fernsehen ganz oder teilweise durch Streaming-Angebote. Und jeder fünfte Streaming-Nutzer ist sogar bereit, ganz auf Fernsehen zu verzichten."

Für Wandel oder eigentlich eher für neue Ideen sorgen die 25 Top-Frauen der digitalen Wirtschaft. D64, das Zentrum für digitalen Fortschritt hat in Kooperation mit Edition F die Top 25 gewählt bzw. wie man das heute so macht: wählen lassen. Die Managerinnen haben Geschäftsideen wie Outfittery, den Online-Shopping-Service für modebewusste Männer, Mompreneurs, das Netzwerk für Mütter, die Selbständigkeit und Familienleben verbinden wollen oder die Spendenplattform Betterplace  gegründet. Gibt es also Hoffnung für starkes Wachstum dank digitalem Business in Deutschland? Nun ja, 70 Prozent der Studenten und Berufstätigen zwischen 18 und 30 Jahre sagen lieber: Startup - nein danke! Das will zumindest die YouGov-Umfrage im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation herausgefunden haben.

Ob sich das bewahrheitet, können wir in zehn Jahren mit Hilfe von Twitter ja mal rückanalysieren. Der Kurznachrichtendienst Twitter öffnet nämlich sein Archiv. Ob bewegende News oder totale Belanglosigkeit – jeder einzelne Tweet, der seit dem Start der Plattform im Jahr 2006 versendet worden ist, soll über die Suche nachlesbar sein.

Yahoo gegen Google, Beats gegen Spotify

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