Xmas-Shopping 2017: 5 Trends für die Weihnachtsbescherung
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Handel | | von einem Gastautor

Xmas-Shopping 2017: 5 Trends für die Weihnachtsbescherung

Alle Jahre wieder beschert Weihnachten dem Handel die höchsten Umsätze im Jahr. Egal ob Düfte, Schmuck, Elektroartikel oder Lebensmittel – die Schenk- und Konsumfreude in der besinnlichen Jahreszeit stieg zuletzt von Fest zu Fest. In den vergangenen beiden Jahren konnte die Studie von B+S Card Service und Payone (heute BS PAYONE) Rekordumsätze sowohl im stationären Handel als auch im Online-Handel ermitteln. Außerdem wurden die regionalen und geschlechtsspezifischen Unterschiede unter die Lupe genommen. Aufbauend auf unseren Studien 2015 und 2016 wagt BS Payone einen Blick auf die wahrscheinlichen Weihnachtsbescherungen für den Handel in diesem Jahr.

1.  2017 steuert auf ein weiteres Rekordjahr im Weihnachtsgeschäft hin

Bereits 2016 verschaffte das Weihnachtsgeschäft dem Handel insgesamt einen noch nie dagewesenen Umsatz von 55 Milliarden Euro (51 Milliarden Euro stationär, 14 Milliarden Euro online). Diese Tendenz wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen, sofern sich der Handel gut auf den Ansturm zum Jahresende vorbereitet. In Zahlen bedeutet das, dass der E-Commerce im Weihnachtsgeschäft bezogen auf dem Umsatz des Gesamtjahres einen Anteil von 30 Prozent (2016: 28 Prozent) übersteigen könnte und im stationären Handel an der 19-Prozent-Marke kratzt (2016 18,8 Prozent). Schon in den Vorjahren ließen die Deutschen vor allem die Kassen der Onlineshops von Jahr zu Jahr mehr klingeln: Waren es 2008 noch 5,8 Milliarden Euro, gingen 2016 Bestellungen über 14,3 Milliarden Euro im E-Commerce ein – eine Steigerung um nahezu 150 Prozent.

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2. Süd-Nord-Gefälle bei Online-Shoppern bei stetig steigender Konsumfreude – West-Ost-Gefälle im stationären Einzelhandel wird anhalten

Regional greifen die Weihnachtsshopper unterschiedlich tief in die Tasche: So wohnten die Online-Shopping-Könige sowohl 2015 als auch 2016 in Süddeutschland. Mit einem durchschnittlichen Warenkorbwert von 91,50 Euro gaben die Bayern letztes Jahr am meisten aus. Auf Platz zwei im Online-Shopping-Ranking landeten überraschend die Schwaben aus Stuttgart, die ihrem Sparfuchs-Klischee nicht gerecht wurden. Im stationären Einzelhandel hatten die Düsseldorfer 2016 die Nase vorn. Durchschnittlich rund 100 Euro ließen sich die Rheinländer ihre Geschenke kosten. Damit landeten sie knapp hinter den Mannheimern (103 Euro), die als Spitzenreiter ungeahnte Kauflust bewiesen. Beide Städte lagen deutlich vor Verfolger Frankfurt am Main (86 Euro) und Schlusslicht Nürnberg (56 Euro).

Im Bundesländervergleich fanden besonders viele Weihnachtsshopper im Ruhrgebiet und Westfalen den Weg in die Innenstädte. Hier wurde in der Vorweihnachtszeit im Wert von über 5,2 Milliarden Euro eingekauft und damit mehr als doppelt so viel wie in Ostdeutschland. Das West-Ost-Gefälle wird sich 2017 fortsetzen, doch es bleibt abzuwarten, ob der Süden seine Spitzenstellung im Online-Weihnachtsshopping verteidigt.

3. Komfortable Einkaufserlebnisse bleiben das A & O im Online-Shopping – Wallets könnten an der Lastschrift als beliebteste Zahlungsart vorbeiziehen

Für Online-Shopper zählt im Weihnachtseinkauf vor allem eins: Die Zahlung muss bequem erfolgen. Das wird auch in diesem Jahr so bleiben und einen großen Anteil daran haben, welche Händler am meisten vom umkämpften Weihnachtsgeschäft profitieren können. 2016 zahlten 33 Prozent ihre Weihnachtseinkäufe per Lastschrift, 32 Prozent mit Wallets via Paypal & Co. Im Vorjahr hatten die Wallets noch mit einem Anteil von 30,5 Prozent die Nase vorn.

Hier bleibt es spannend zu beobachten, ob diese Zahlungsart wieder an der Lastschrift vorbeizieht. Langfristig stehen Paypal & Co. jedoch im Hinblick auf die Einführung der PSD2 vor Herausforderungen. Da die neue Payment Service Direktive eine verstärkte Kundenauthentifizierung mit sich bringt, könnten die Wallets ihren Komfortvorsprung einbüßen. Darüber hinaus wird der Zahlungsmix an Vielfalt noch zulegen. Vor allem Mobiele-Payment-Arten wie Apple Pay, Blue Code u.ä. werden an Bedeutung gewinnen – sowohl online als auch am PoS. 

4. Luft nach oben für besser gefüllte Warenkörbe

Sowohl online als auch offline ließ sich 2016 ein Trend zu mehr Transaktionen mit weniger hohen Warenkörben feststellen. Mit durchschnittlichen Einkaufswerten von 68 Euro (online) bzw. 55 Euro (stationär) lagen die Werte der Warenkörbe unter denen des Vorjahres. Außerdem lag der Anteil der Frauen an den Online-Shoppern in der Weihnachtszeit mit 58 Prozent deutlich über den Männern mit rund 42 Prozent. Dafür waren die Herren bei ihren Käufen zur Weihnachtszeit spendabler: Der durchschnittliche Bestellwert lag mit 74 Euro um 19 Prozent höher als der der Frauen (62 Euro).

5. Wie sehr die Deutschen 2017 Last Minute Shopper sind, zeigt sich erst kurz vor dem 24.12.

Samstage sind stationäre Shoppingtage, Sonntage die Online-Shoppingtage – an diesen Wochentagen gaben die Weihnachts-Shopper, abgesehen vom Black Friday, am meisten aus. Zwölf bis 18 Tage vor Weihnachten waren die Online-Nutzer am einkauffreudigsten, während die Menschen am letzten Samstag vor Weihnachten die Handelskassen klingeln ließen.

2017 wird der letzte Samstag vor Weihnachten der 23. Dezember sein. Wahrscheinlich ist, dass der zweitletzte Samstag vor Weihnachten davon profitiert und zum umsatzstärksten Tag wird.

BS Payone

Zum Autor:

John Alexander Rehmann ist Head of Marketing & Communication bei dem Full- Service-Zahlungsdienstleister BS Payone, entstanden aus dem Zusammenschluss der B+S Card Service GmbH und der PAYONE GmbH im August 2017.

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